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Proben für ein Hippie-Musical
Proben für ein Hippie-Musical Schüpfheim:

An der Kantonsschule Schüpfheim wird eifrig geprobt, denn schon bald soll das Musical Hair auf die Bühne kommen. Gefeilt wird an Gesang, Musik, Tanz und Dialogen.

Reges Treiben herrschte in der Kantonsschule Schüpfheim. 35 Jugendliche des Gymnasiums Plus, Talentbereich Musik, waren im Musiksaal am Proben für ein Musical, das der Verein Musical Plus alle zwei Jahre mit der Kantonschule/Gymnasium Plus aufführt. «Wegen dieser Projekte entscheiden sich viele Schülerinnen und Schüler für die Kanti Schüpfheim, denn hier werden ihre Talente speziell gefördert», sagte der Lehrer und musikalische Leiter David Engel. 

Mit «Die Böse und das Biest», «Cats» und «West Side Story» feierte die Schule bereits grosse Erfolge. Mit «Hair» kommt nun das vierte Stück auf die Bühne, ein Broadway-Musical über eine Gruppe langhaariger, junger Hippies, das als Meilenstein der Popkultur der späten 1960er-Jahre gilt. Speziell daran ist, dass stets die ganze Gruppe gemeinsam auf der Bühne steht. «Das macht es vom Einstudieren her nicht einfach. Aber es ist eine schöne und anspruchsvolle Aufgabe», stellte David Engel fest. Seit den Sommerferien wird jeden Mittwochnachmittag geprobt. Dazu kommen monatlich noch ein bis zwei Wochenenden sowie eine Probewoche dazu.


Einige haben Erfahrung

Während im Musiksaal Zusammenspiel und Einsätze der einzelnen Instrumente geübt wurde, war eine Etage höher Choreographin Yvonne Barthel mit 25 Jugendlichen am Einstudieren der Tänze. Acht junge Tänzer bringen bereits Erfahrung von der «West Side Story» mit. Für die anderen, mehrheitlich Studierende aus den unteren Klassen, ist es das erste Musical überhaupt. Die Proben begannen um viertel vor zwei Uhr, zuerst mit langsamen Bewegungen, danach mit lebhafteren Tänzen. Um halb vier Uhr wurde es Zeit für die Gesangsprobe. Weil das Musical aus vielen Chorteilen besteht, müssen neben den Tänzen auch viele Gesänge einstudiert werden.


Üben, bis jeder Ton sitzt

Regisseur Silvio Wey brachte Lieder vorbei, die noch geübt werden müssen. «Wir haben heute viel vor», sagte Musiklehrerin Esther Bucher, welche die jungen Leute am Klavier begleitete. Die nahmen es gelassen und sangen sich zuerst ein. «Ihr seid ja schon sehr fit», wurden sie gelobt. Nun konnte es richtig losgehen: «Oh mein Gott, ich liebe dich. Alle Wolken türmen sich, schweben ins All. Oh, mein Gott, ich liebe dich, sanft wie ein Traum», um dann plötzlich mit einem Satz abrupt zu enden, der wohl als Protest der damaligen Jugend gegen den Vietnamkrieg gedacht war. Um fünf Uhr abends endeten die Proben, um am darauffolgenden Samstag und Sonntag ab zehn Uhr morgens wieder aufgenommen zu werden. Mit Yvonne Barthel vertieften die Tänzer und Tänzerinnen nochmals die Choreographie. Zur selben Zeit probten die Geigenspieler im Musikzimmer der Kantonsschule, bis jeder einzelne Ton sass.


Nahe am Leben

Im Musiksaal des Oberstufenschulhauses studierte Regisseur Silvio Wey mit zwei Darstellerinnen eine Szene ein. «Ist Claude der Vater von deinem Baby?», lautete die erste Frage. «Es sind Szenen aus dem Leben, wir sind nahe am Leben», erklärte Silvio Wey den jungen Frauen. Diese übten den kurzen Dialog, bis er perfekt sass.  

Bis um fünf Uhr abends dauerten die beiden Probetage. Weitere werden folgen bis zur Premiere in knapp zwei Monaten.

 

Aufführungsdaten: Premiere: Donnerstag, 22.2, 19.30 Uhr, in der Sporthalle Moosmättili, Schüpfheim. Weitere Aufführungen: 23.2., 20 Uhr; 24.2.,19.30 Uhr; 25.2., 16.00 Uhr; 1. und 3.3., 19.30 Uhr; 2.3., 20 Uhr. Derniere: 4.3., 14.00 Uhr.

05.01.2018 :: Bernadette Waser
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