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Preise, Zinse und Meringues
Trubschachen:

 

Es müssen einige­ Faktoren stimmen, damit ein Landgasthof erfolgreich geführt werden kann. Dies zeigte sich in der Diskussion am Tag des bernischen Gastgewerbes. 


Im Zentrum der Diskussionsrunde, welche von Sonja Hasler geführt wurde, standen die Finanzen. «In ihren Sendungen gehts oft ums Geld», meinte die Moderatorin an Daniel Bumann gewandt. Der Restaurant-tester aus dem Wallis nickte zustimmend und fügte an: «Das liegt unter anderem daran, dass viele Wirte keine Unternehmer sind.» Dabei sei die Marge klein und die Konkurrenz gross. «Vor 30 Jahren kostete ein Menü gleich viel wie heute. Da ist etwas schiefgelaufen.» 

Wäre weniger mehr?

Ein Wirt fühlte sich angesprochen: «Ich bin auch einer, der Mittags-menüs für 17 Franken anbietet. Wenn ich den Preis auf 25 Franken erhöhen würde, wäre die Beiz am Mittag leer.» Daniel Bumann gab als Tipp, eventuell die Leistung zu kürzen. «Warum immer Suppe, Salat, Hauptgang und dann noch ein Dessert?» Ob die Antwort des Restauranttesters den Wirt befriedigte, war nicht auszumachen. 

Ein anderer Wirt kritisierte die im Vergleich zu Wohnbauten deutlich höheren Zinse, welche die Besitzer von Gasthöfen zu zahlen hätten. «Das sind keine Strafzinse», erklärte Alfred Bachofner von der Bank CS, «sondern risikobasierte Zinse wie sie auch in anderen Branchen, etwa im Bau, angewendet werden.» 

Simpel, aber einzigartig

Auf Bankdarlehen war seinerzeit auch Heiner Invernizzi vom «Kemmeribodenbad» angewiesen. «Das war nicht einfach; jeder Hühnerstall musste als Sicherheit herangezogen werden», berichtete er. Die Investitionen haben sich gelohnt. 2010 konnte er den Betrieb, welcher heute 45 Vollzeitstellen umfasst, seinem Sohn Reto Invernizzi übergeben. In Verbindung gebracht mit dem Betrieb wird stets die bekannte Meringue. «Dabei wurde mit deren Produktion begonnen, weil zu viel Nidle angefallen war», bemerkte Reto Invernizzi. 

«Das ist doch genial», fand Daniel Bumann. «Die Meringue ist ja an sich etwas simpel Einfaches – und ihr habt daraus ein Alleinstellungsmerkmal gemacht.» 

17.05.2018 :: zue.
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