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Polizei klärte 2017 mehr Fälle auf
Kantone Bern/Luzern: Während die Kantonspolizei Luzern gleich viele Straftaten registrierte wie 2016, ist die Zahl im Kanton Bern gesunken. Gestiegen ist die Zahl der aufgeklärten Fälle. 

Im Jahr 2017 sind im Kanton Bern insgesamt 67’780 strafrechtlich relevante Handlungen erfasst worden. Im Vorjahr wurden deren 72’941 registriert. Konstant präsentieren sich die Zahlen des Kantons Luzern: «Die Anzahl registrierter Straftaten liegt im Jahr 2017 bei 18’715 erfassten Fällen (Vorjahr 18’771).» Während die Zahl der Straftaten stagnierte, konnte die Kantonspolizei Luzern die Aufklärungsrate um vier Prozent steigern. «Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Luzern drei vollendete Tötungsdelikte, acht versuchte Tötungsdelikte und zehn schwere Körperverletzungen. Die Aufklärungsquote liegt bei allen diesen Delikten bei 100 Prozent», teilt die Luzerner Kantonspolizei mit. Wesentlich mehr Straftaten wurden in Zusammenhang mit Menschenhandel registriert, nämlich deren 26. «Deutliche Zunahmen gab es auch bei Straftaten gegen die sexuelle Integrität mit 232 Fällen (Vorjahr 189) und Delikten gegen die öffentliche Gewalt mit 621 Taten (Vorjahr 458). Bei häuslicher Gewalt wurden 410 Straftaten registriert (Vorjahr 350)», ist der Statistik weiter zu entnehmen. 

Vermögensdelikte gibts am meisten

Auch die Kantonspolizei Bern konnte 2017 trotz zunehmender Komplexität der Fälle die Aufklärungsquote im Bereich des Strafgesetzbuches um 3,4 Prozent erhöhen. «Insgesamt konnten über ein Drittel aller begangenen Straftaten aufgeklärt werden», teilt die Kantonspolizei Bern mit. Nach wie vor machen die Vermögensdelikte wie Diebstahl oder Einbruch – trotz eines Rückgangs – den weitaus grössten Teil (73 Prozent) der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch aus. 

Insgesamt nahmen im Kanton Bern die Gewaltstraftaten im vergangenen Jahr leicht ab; schwere Gewalttaten hingegen nahmen zu: Darunter fallen neben den Tötungsdelikten (sechs vollendet, drei versucht; sämtliche aufgeklärt) beispielsweise auch schwere Körperverletzungen. «Diese sind im letzten Jahr um 59 Prozent (+30 Straftaten) gestiegen und damit hauptverantwortlich für den Anstieg der schweren Gewalt.» 

05.04.2018 :: zue./pd.
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