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Plastik-Recycling im Entlebuch
Plastik-Recycling im Entlebuch Schüpfheim: Die Firma Stalder Tiefbau AG hat sich entschlossen, als erste Sammelstelle des Kantons Luzern Haushalts-Verpackungskunststoffe recyceln zu lassen – auch für Privatpersonen.
Wer seinen Abfall trennt, erkennt schnell, was nach Aludosen, Flaschen, Karton und Papier im Müllsack vor allem übrig bleibt: Plastik. Bauunternehmer Christoph Stalder, der bereits seit einigen Jahren einen Entsorgungsdienst für Firmen anbietet, hatte sich schon oft darüber geärgert, dass er nur einen kleinen Teil des Plastiks der Wiederverwertung zuführen konnte. Bisher waren dies lediglich Pet- und andere Plastikflaschen und deren Folien-Verpackungen sowie Palettisier-Folien. Interessiert horchte er deshalb auf, als ihm Robert Streicher von der Firma InnoRecycling AG für seine Baustellen Kunststoffrohre anpries, die aus recyceltem Plastik bestehen. Einen Grossteil des Rohstoffes – also des Plastiks – muss momentan aus dem Ausland bezogen werden, weil dieser in der Schweiz noch zu wenig gesammelt wird.

Erste Plastik-Sammelstelle

Für Christoph Stalder und seine Brüder Daniel und Markus war schnell klar: «Dann richten wir bei der Stalder Tiefbau AG im Längacher 19 in Schüpfheim eine Plastik-Sammelstelle ein.» Seit wenigen Wochen nun können dort und im «Hand in Hand»-Laden Sammelsäcke für Plastik gekauft werden. Eine Rolle mit zehn Säcken kostet 25 Franken, Entsorgungsgebühr inklusive. Der volle Sack kann beim Magazin der Stalder Tiefbau AG täglich von Montag bis Freitag abgestellt werden. Der Plastik wird nur in diesen Sammelsäcken angenommen. Die Schüpfheimer Bevölkerung kann die Säcke versuchsweise an den Separat-Sammeltagen auch bei der Gemeindesammelstelle abgeben.

Nur für sauberen Plastik

Sämtlicher sauberer Plastik kann abgegeben werden, so etwa Verpackungsfolien von Sixpacks, Haushaltpapier oder Zeitschriften, Plastik-Tragetaschen, aber auch Plastikflaschen oder Becher, Blumentöpfe und Tetra-Packs. Verschmutzter Plastik und Verbundmaterialien, etwa luftdichte Lebensmittel-Verpackungen wie Joghurtbecher oder Fleisch- und Käseverpackungen, gehören weiterhin in den normalen Kehrichtsack.
Die gefüllten Säcke werden zu Ballen gepresst, von der Firma InnoRecycling AG abgeholt und mit einer Separierungsanlage in Vorarl-
berg sortiert; in der Schweiz gibts noch keine solche Anlage. Ungefähr die Hälfte des gesammelten Plastiks kann stofflich wiederverwendet werden. Daraus entsteht ein Granulat, aus dem Kunststoffprodukte wie Kabelschutzrohre oder Plastiksäcke produziert werden können.
Der in Vorarlberg aussortierte Rest-Plastik wird der Zementproduzierenden Industrie als Ersatzbrennstoff zur Kohle zugeführt. Dieser Teil könnte jedoch auch in der Zentralschweizer Kehrichtverbrennungsanlage in Perlen/Root verwertet werden. 
24.03.2016 :: Sandra Steffen-Odermatt
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