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Packendes Derby wird erst im Penaltyschiessen entschieden
Packendes Derby wird erst im  Penaltyschiessen entschieden Unihockey, 1. Liga, Herren: :

Dass ein 1.-Liga-Spiel ereignisreich sein kann, ist kein Geheimnis. Handelt es sich gar um ein Derby und einen Spitzenkampf, ist die Brisanz vorprogrammiert.

Konolfingen, der Tabellenführer, traf auf das UHT Schüpbach, welches auf Rang 4 platziert ist. Dass Derbys nicht nur für die Zuschauer speziell sind, bezeugt die Aussage von Markus Mosimann, der bei Schüpbach seit Jahren in der Abwehr spielt: «Man kennt die gegnerischen Spieler oft schon seit Juniorenzeiten und durch die geographische Nähe der Teams generieren die vielen Zuschauer meistens eine Bombenstimmung. Dass das Spiel ein Spitzenkampf ist, kommt noch als Zückerchen obendrauf». Die letzten paar Duelle der beiden Mannschaften endeten jeweils äusserst knapp. In der Hinrunde setzte sich Konolfingen in der Verlängerung durch. «Letzte Saison lagen wir einmal mit 3:7 in Rückstand, drehten die Partie aber noch und gewannen mit 11:10. Das sind schon spezielle Erlebnisse», erinnert sich Mosimann. 

 

Jeder Zentimeter war umkämpft

Schüpbach-Coach Meyer hatte im Vorfeld vor der Offensivstärke des Heimteams gewarnt. Doch im ersten Drittel standen die beiden Defensivabteilungen sicher. Dazu kam, dass die wenigen Abschlüsse aufs Gehäuse von beiden Torhütern sicher pariert wurden. Eher zufällig sprang der Ball dann in der 11. Minute ins Tor der Konolfinger, Schüpbach ging erstmals in Führung. Kurz vor der ersten Sirene konnte Konolfingen in Überzahl agieren. Dort demonstrierten sie ihre Offensivstärke und schliesslich traf Schwendimann per Nachschuss zum verdienten Ausgleich. Im Mitteldrittel sorgten verschiedene Strafen für Verwirrung auf beiden Seiten, das Spiel wurde intensiv, aber grundsätzlich beidseitig fair geführt. In Überzahl traf Konolfingen nach 26 Minuten zum 2:1. Es blieb das einzige Tor in einem schnellen, aber offensiv zu ungenauen Mittelabschnitt. Spannung war für das Schlussdrittel also vorprogrammiert und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Schüpbachs Topscorer Rüegsegger lenkte einen Weitschuss unhaltbar zum 2:2 ab, gespielt waren 44 Minuten. Als kurz darauf Grossenbacher seinen ersten Treffer für Schüpbach erzielte, begann eine packende Schlussphase. Das Heimteam rannte mal für mal an, Schüpbach setzte mit gefährlichen Kontern Nadelstiche. Rund drei Minuten vor Schluss setzte der Leader alles auf eine Karte und spielte ohne Torhüter. Es schien schon, als ob es die erste Niederlage nach 60 Minuten absetzen würde, doch dann sprach das Schiedsrichter-Duo innerhalb von einer Aktion zwei umstrittene Strafen gegen die Gäste aus, was mit dem ersetzten Torhüter eine sechs gegen drei Situation zur Folge hatte. 14 Sekunden blieben Konolfingen, um den Ausgleich zu erzielen. Irgendwie wurde der Ball aufs Tor gebracht und sechs Sekunden vor dem Ende fiel der vielumjubelte Ausgleich doch noch. Das verrückte Spiel erhielt also eine Verlängerung. In dieser brillierten wiederum die Torhüter. Schüpbachs Lüthi liess sich ebensowenig bezwingen wie Fankhauser auf Seite der Gastgeber. Im entscheidenden Penaltyschiessen bewies dann Konolfingen, dass sie individuell stärkere Spieler haben, welche die Nerven behielten und sich den zweiten Punkt sicherten. 

 

Emmentaler Teams auf Siegesstrasse

Am Tag vor dem Derby empfing Schüpbach das Team aus Olten-Zofingen und gewann gegen die Mittelländer mit 9:5. Auch die Lions gewannen ihr Samstagsspiel auswärts gegen Fricktal mit 7:9. Eggiwil traf am Samstag auswärts auf die Hornets Moosseedorf, welche in der Tabelle auf dem 11. Rang platziert sind. Diese Information war zu Beginn der Partie womöglich zu tief in den Köpfen der Eggiwiler verankert. Die Hornets spielten frech auf Konter und gingen gegen überraschte Emmentaler mit zwei Toren in Führung. Bis zur Pause konnte Eggiwil auf 1:2 verkürzen, doch den Fehlstart konnte nicht mehr korrigiert werden. Es brauchte das zweite Drittel und eine Präzision der Eggiwiler Spielweise, um die Partie zu kehren und den Vorsprung deutlich auf 7:2 auszubauen. Im Schlussdrittel konnten die Eggiwiler den Sack locker zumachen und sich das Schlussresultat von 10:4 aufschreiben lassen. Tags darauf empfingen die Eggiwiler Baden. Gegen die defensiv äusserst starken Gäste war noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen. Im Startdrittel, das mit einem 1:1 endete, sah es allerdings nicht nach Revanche aus, erst gegen Schluss des zweiten Drittels kam es zum Genickschlag für die Gäste aus Baden: innerhalb von rund fünf Minuten erzielte Eggiwil vier Tore und konnte somit mit einer komfortablen Führung von 5:1 in die Pause gehen. Auch im letzten Spielabschnitt liessen sich die Eggiwiler nicht von einem Tor der Gäste verunsichern, sondern beendeten das Spiel souverän mit 9:2. 

06.12.2018 :: egs./opk.
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