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Ohne Disziplin auf verlorenem Posten
Ohne Disziplin auf verlorenem Posten SCL Tigers:

Die Erkenntnis ist nicht neu, hat sich aber einmal mehr bewahrheitet: Wollen die SCL Tigers gewinnen, brauchen sie vor allem zwei Dinge: Systemtreue und Disziplin. Wird gleich beides davon vernachlässigt, gibt es nichts zu holen. So wie am Dienstag in Lausanne, als man den Waadtländern mit 0:4 unterlag. Dabei trat die Mannschaft von Heinz Ehlers mit breiter Brust an und spielte eine ausgezeichnete Startphase. Die Siege am Wochenende gegen Biel (4:0) und Freiburg (3:1), verliehen ihr viel Selbstvertrauen.

In jenen Partien überzeugten die Emmentaler mit eingangs erwähnten Attitüden. Sie standen defensiv kompakt, leisteten sich kaum unerzwungene Fehler und warfen sich ein ums andere Mal in gegnerische Schüsse. 14 geblockte Pucks waren es gegen Biel, 17 gegen Freiburg. In Lausanne dagegen haben Goalie Ciaccios Vorderleute bis zum entscheidenden 4:0 kurz vor der zweiten Pause gerade einmal zwei Schüsse geblockt. Dazu gesellten sich zahlreiche Disziplinlosigkeiten. Bei den ersten beiden Gegentoren innerhalb von zwei Minuten sass jeweils ein Langnauer auf der Strafbank. Und im Mittelabschnitt, als die Emotionen überkochten, handelte sich Topskorer Chris DiDomenico – mit 25 Assists bester Vorlagengeber der Liga – nach heftigem Reklamieren gleich zwei Disziplinarstrafen ein, wofür er von den Schiedsrichtern in die Garderobe geschickt wurde. 

Das einzig Positive an diesem für die SCL Tigers ernüchternden Abend: «Strichkonkurrent» Servette verspielte gegen Bern eine 4:1-Führung und zwei wertvolle Zähler, womit Langnau in der Rangliste weiter vor den nun punktgleichen Genfern liegt. Einen Zähler zurück befinden sich die ZSC Lions, gegen welche die Tigers am Wochenende zweimal antreten müssen. Heinz Ehlers muss seinen Spielern bis dahin die in Lausanne vermisste Einstellung neu vermitteln. Nur dann kann er seinem Berufskollegen Arno Del Curto den Einstand als ZSC-Trainer vermiesen.

17.01.2019 :: Christoph Schär
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