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Oberstufenzentrum in Trubschachen?
Trubschachen:

Der Gemeinderat orientierte über den Stand der Schulplanung. Im Vordergrund steht ein durchlässiges Modell mit einem Oberstufenzentrum für Trubschachen und Trub.

An der von 56 Personen besuchten Gemeindeversammlung orientierten Stefan Thuner, zuständiger Gemeinderat für das Ressort Bildung, und Walter Guggisberg, Schulleiter, über den Stand des Projektes Schulplanung Sekundarstufe I. Trubschachen schicke seine Schulkinder seit 1837 in die Sekundarschule Langnau. Die heutige Situation erlaube in der Oberstufe zwischen Sekundar- und Realschule keine Durchlässigkeit in den Hauptfächern Deutsch, Französisch und Mathematik. «Gemeinderat und Schulkommission haben sich deshalb gegen ein grosses, zentrales Oberstufenzentrum in Langnau ausgesprochen. Wir verfolgen eine gemeinsame Lösung mit Trub», meinten sie übereinstimmend. 

Oberstufenzentrum in Trubschachen?

In Trubschachen könnte die Oberstufe unter einem Dach unterrichtet werden. Im Gegenzug würde die Mittelstufe in Trub und Fankhaus angeboten. Kindergarten und Unterstufen würden wie bisher dezentral betrieben werden. Walter Guggisberg erläuterte, dass dieses Modell nicht nur bildungsmässig, sondern auch organisatorisch und finanziell vorteilhaft wäre, da in Trubschachen kein neuer Schulraum gebaut werden müsste. «Die Arbeitsgruppe Trub–Trubschachen wird nun die Variante Oberstufenzentrum Trubschachen weiterverfolgen.» Ein neues Schulmodell müsse dereinst durch die Gemeindeversammlungen beschlossen werden, erklärte er das weitere Vorgehen. Er ergänzte, dass die Bevölkerung nun gut informiert und die freundnachbarliche Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden Trub und Langnau weiter gepflegt werden soll.

Ortsdurchfahrt für mehr Sicherheit

Gemeindepräsident Beat Fuhrer stellte das Projekt des Kantons «Ortsdurchfahrt Trubschachen» im Detail vor. Er meinte, dass nun seit mehr als zehn Jahren geplant worden sei und eine Realisierung generell mehr Sicherheit bringen würde. Die Strasse solle örtlich verbreitert und teilweise mit Mittelstreifen versehen werden. Einmündungen und Fussgängerstreifen würden angepasst und bei den Dorfeingängen seien je eine Insel –zur Reduktion der Geschwindigkeit – vorgesehen. «Das vorliegende Projekt stellt einen Kompromiss dar. Nächstes Jahr soll es dann öffentlich aufgelegt werden», skizzierte der Gemeindepräsident das weitere Vorgehen.

Rote Zahlen, hohe Investitionen

Das Budget 2018 sieht einen Aufwandüberschuss im Gesamthaushalt von 174’000 Franken vor. Während die Spezialfinanzierungen (Wasser, Abwasser, Kehricht) leicht positiv abschliessen, ist im allgemeinen Haushalt (Steuerhaushalt) ein Defizit von 183’000 Franken veranschlagt.

Die Gemeinde plant für das Jahr 2018 bedeutende Investitionen von brutto 2,547 Millionen Franken. Zu Buche schlagen im Steuerhaushalt mit 850’000 Franken die Sanierung der Steinbach-, Bäregg- und Buhusstrasse sowie der Wege Hüpfenboden–Hegen und Hinterblapbach–Hülli. Erheblich investiert wird mit 1,2 Millionen Franken in die
Wasserversorgung und die Kanali-
sation.


 

07.12.2017 :: Walter Marti
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