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Noemi Zbären hat sich für einen Neustart entschieden
Noemi Zbären hat sich für einen  Neustart entschieden Leichtathletik:

Die Langnauer Hürdenläuferin Noemi Zbären trennt sich von ihrem langjährigen Trainerstab Gabi und Stefan Schwarz sowie Ueli Lehmann. Sie will einen Neuanfang.

«Ich habe mich auf die kommende Saison hin dazu entschieden, mit einem neuen Trainer-Staff zu arbeiten. Ich freue mich sehr und bin bereits hoch motiviert ins Wintertraining eingestiegen», schreibt Noemi Zbären auf ihrer Facebookseite. Sie hat eine schwierige Zeit hinter sich, verpasste die Saisons 2016 und 2018 ganz und 2017 teilweise wegen Verletzungen – einmal wegen eines Kreuzbandrisses am linken Knie, dann erlitt sie zweimal einen Muskelfaserriss. «Ich befand mich in einer Negativspirale und musste etwas ändern», erklärt die Hürdenläuferin. «Die Alternative wäre gewesen, dass ich aufhöre.» 

Sie habe sich schliesslich entschieden, einen Neuanfang zu wagen und ihr Trainingsumfeld zu verändern. Das habe nichts damit zu tun, dass das Training mit dem Sportklub Langnau nicht gut genug gewesen wäre oder sie sich dort nicht mehr wohl gefühlt hätte. «Vielmehr musste ich aus meinem Trott herauskommen und so auch einen Strich unter die Vergangenheit mit all den Verletzungen ziehen.» Sie werde auch in Zukunft die eine oder andere Trainingseinheit in Langnau absolvieren und Mitglied des Sportklubs bleiben, sagt die 24-Jährige.

 

Trainieren ohne Schmerzen

Der neue Trainer von Noemi Zbären ist der Holländer Henk Kraaijenhof. Er ist zuständig für den Sprint und hat den Lead. Fürs Hürdentraining ist der Deutsche Sven Rees verantwortlich. Sie werde pro Woche sechs Trainingseinheiten absolvieren, drei mit der Trainingsgruppe des LC Zürich und drei für sich selber in Bern und ab und zu in Langnau, erklärt Zbären, die in Bern wohnt und zu 50 Prozent im Forschungslabor an der Universität Bern arbeitet. Alle 14 Tage stehe eine Reise nach Stuttgart zu Sven Rees an. Bereits seit über einem
Monat laufe das Training so und es fühle sich gut an. «Ich kann wieder voll trainieren und verspüre keine Schmerzen mehr – ausser noch etwas Muskelkater.» Ihr Ziel sei es, wieder an ihre Leistungen von vor den Verletzungen anzuknüpfen. 2015 erreichte sie über 100 Meter Hürden an den Weltmeisterschaften in Peking den Final (Rang 6) und wurde U23-Europameisterin. In ihrer bislang besten Saison blieb sie 15 Mal unter der Marke von 13 Sekunden.

Trotz des Trainerwechsels will Noemi Zbären den Kontakt zu Gabi und Stefan Schwarz sowie Ueli Lehmann weiterhin pflegen. Sie betreuten die Hürdenläuferin seit 2007. «Ich bin ihnen sehr dankbar für alles, was sie in all den Jahren für mich geleistet haben», betont sie. 

 

Zbärens Weg weiterverfolgen

Gabi Schwarz zeigt Verständnis für den Wechsel, obwohl sie Noemi Zbären auch gerne weiterhin betreut hätte. «Aber nach all diesen Verletzungen brauchte es einen neuen Impuls.» Sie werde ihren Weg weiterverfolgen und sich mit ihr austauschen über ihre Trainings. «Vielleicht können wir das eine oder andere verwenden für unsere Trainingsgruppen im Sportklub Langnau.» Nach elf Jahren intensiver Arbeit stelle der Wechsel auch für sie als Trainer eine grosse Veränderung dar. Sie hätten praktisch ihr ganzes Leben auf die Trainingspläne und Wettkämpfe ausgerichtet und könnten künftig ihre Ferien und Freizeit freier planen.  

08.11.2018 :: Silvia Ben el Warda-Wullschläger
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