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Noch ist nicht aller Tage Abend
Noch ist nicht aller Tage Abend Fussball, 3. Liga:

Das Hinspiel der Aufstiegsbarrage zur regionalen 2. Liga verläuft für den FC Langnau rein resultatmässig nicht nach Wunsch. Übermorgen müssen die Emmentaler einen 0:2-Rückstand wettmachen.

«Herr Germann, das ist ein Katastrophen-Entscheid». Mit diesen Worten kommentierte Langnaus Trainer Reto Flückiger den Pfiff des Unpartei-ischen in Spielminute 71. Was brachte den 45-Jährigen derart auf die Palme? Ein eigentlich harmloses Rencontre auf Höhe des FCL-Sechzehners wurde sanktioniert und zum Erstaunen aller, zeigte der Referee auf den Elfmeterpunkt. «Angeblich habe ich mit meinem Arm den Gegenspieler zu sehr behindert», legt Verteidiger Reto Haldemann nach Spielende die Erklärung dar, welche er vom Schiedsrichter nach dieser Szene erhielt. Bosporus’ Karakurum blieb cool und traf mittig zur 1:0-Führung. Doch urplötzlich verstummten die Begeisterungsstürme der Gastgeber, denn nach Rücksprache mit seinem Assistenten liess Germann den Elfer wiederholen. Wahrscheinlich liefen ein paar Akteure zu früh in den Strafraum. So musste Karakurum also noch einmal antreten. Den, im Vergleich zum ersten Versuch, wesentlich schwächer getretenen Strafstoss konnte Martin Künzi um ein Haar parieren, aber nach dem Kontakt an der rechten Hand zappelt der Ball im Netz. In den Folgeminuten spürte man richtiggehend, wie bei den Emmentalern ein innerer Zwiespalt ausbricht. Die Kunst besteht darin, schleunigst eine Reaktion zu zeigen, sprich den Auswärtstreffer ins Visier zu nehmen, ohne dabei die eigene Defensive derart zu vernachlässigen, dass noch ein zweites Gegentor resultiert.

Ergül mit zwei Saves

Bis kurz vor Schluss versucht Flückigers Equipe nicht mit der Brechstange, sondern mit gepflegtem Kombinationsspiel, Löcher in den Abwehrverbund der Gastgeber zu reissen. Gleich zwei Möglichkeiten hat Stürmer Liridon Gashi auf dem Fuss. Beide Male (88. und 90.) steht ihm Batuhan Ergül, Schlussmann des FCB, mit starken Reflexen vor der Sonne. Gashi versprühte vor allem in den ersten 45 Minuten Torgefahr. Nach der Halbzeitpause konnte er wie auch der Mittelfeldregisseur Besfort Sopa keine entscheidenden Akzente mehr setzen. Zu allem Überfluss werden die Emmentaler in der Nachspielzeit klassisch ausgekontert und kassieren das 0:2. Nach einem 40-Meter-Sprint erwischt Mina aus spitzem Winkel Goalie Künzi zwischen den Hosenträgern.

Der durch reichlich Dusel zustanden gekommene 2:0-Heimsieg des FC Bosporus beschert den Schweiz-Türken vor dem Rückspiel am Samstag eine exquisite Ausgangslage. Für die Langnauer besteht trotzdem kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Sie hatten während 90 Minuten ein spielerisches Übergewicht und konnten dazu der harten Gangart des Gegners – insbesondere in Durchgang eins – stets Paroli bieten. Nun, im Rückspiel, darf sich der FCL bei der Chancenverwertung nicht mehr dermassen verschwenderisch zeigen, ansonsten bleibt das Ziel, Aufstieg in die 2. Liga, dieses Jahr unerreichbar.

 

Bosporus – Langnau 2:0 (0:0)

Sportpark Wyler, Bern. Tore: 73. (Elfmeter) 1:0. 90.+1. 2:0. FC Langnau: Künzi; Haldemann, Ramseier, Peve-relli, Hänni; Sopa, Hug, Heiniger (B. Hofer); Gashi, Reber, Krasniqi (77. Kipfer). Bemerkungen: Langnau ohne Cavallaro, Stalder, M. Hofer und Lehmann (alle verletzt). Nächstes Spiel: Langnau – Bosporus (Sa.,
9. Juni, 17 Uhr, Sportplatz Moos, Langnau).

 

Schüpfheim zurück in der 3. Liga

Mit einem klaren 4:1-Heimsieg schafft die Zurkirchen-Elf den Aufstieg. Nach der Rückrunde ohne Niederlage ist dieser Aufstieg mehr als verdient. Nur Reiden war in der Endabrechnung  einen Punkt besser und ist auf Platz 1. Schüpfheim darf nun in die wohlverdiente Sommerpause.

07.06.2018 :: Adrian Frühwirt
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