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Neuer Lehrpfad informiert über die Funktionen des Waldes
Neuer Lehrpfad informiert über die Funktionen des Waldes Heiligkreuz:

 

Ein neuer Schutzwaldpfad auf Heililgkreuz bietet neben einer schönen Wanderung auch viel Lehrreiches. Auf acht Tafeln erfährt man vieles über die Bedeutung des Waldes.

Der Kraftort Heiligkreuz hat eine fünfte Attraktion erhalten. Nach dem Kraftbaum, dem Märchenweg Wurzilla, dem Seelensteg und dem Gesundheitspfad gibt es neu einen Schutzwaldpfad. Fertiggestellt wurde der 2,3 Kilometer lange Weg mit den acht Tafeln letzten Herbst. Letzte Woche folgte die offizielle Eröffnung durch die Arbeitsgruppe Kraftort Heiligkreuz. 

Projektleiter und Förster Urs Felder eröffnete den Pfad bei der ersten Tafel. Nach einer kurzen Einführung ins Thema durchschnitt er das Band gemeinsam mit Thomas Röösli, Gemeindepräsident von Hasle, Christine Bouvard Marty, Gemeindepräsidentin von Schüpfheim, Martin Schwald von der Helvetia-Versicherung und Petra Wey von der Pflegschaft Heiligkreuz. Hinter dem Biberenbach, der Grenze zwischen Hasle und Schüpfheim, folgt die nächste Infotafel. Sie gibt Auskunft über die vielfältigen Funktionen des Waldes bezüglich Schutz vor Naturgefahren, Klimaregulierung, Biodiversität, Holzproduktion, Freizeit und Erholung.   

Unterhalb der Waldstrasse liegt das Schutzraumreservat, darüber der Nutzwald. Weitere Tafeln am Wegesrand handeln vom Ökosystem Wald und den Folgen von Stürmen. 

Den Wald fit machen

«Lothar hat 1999 dieses Fenster geöffnet», sagte der Förster bei der ersten Waldlichtung. «Ohne diesen Wald  müsste man darunter liegende Liegenschaften und Strassen durch Verbauungen und Steinschlagnetze schützen. Der Unterhalt des Waldes ist billiger als diese technischen Einrichtungen.» Um den Wald für die Klimaerwärmung fit zu machen, brauche es verschiedene Arten von jungem und altem Holz, führte Urs Felder weiter aus. Wegen Misswirtschaft und Übernutzung befand sich der Entlebucher Wald lange Zeit in schlechtem Zustand. Durch Aufforstungen entstand oft ein einförmiger Neuwald, der anfällig ist für Verwüstungen. Die Folgen kann man auf dem Gatzenboden sehen, wo 1990 der Orkan Vivian wütete. Jetzt regt sich wieder neues Leben. Unterhalb der Strasse wird aufgeforstet mit Weisstannen der Helvetia-Schutzwaldinitiative (siehe Kasten).  

Die Weisstanne kräftigt mit ihrem Wurzelwerk den Waldboden und bildet zusammen mit dem anspruchslosen Bergahorn, der stämmigen Buche und der sensiblen Fichte ein Schutzquartett. Ein Trampelfpfad zeigt dies eindrücklich auf. Wer diesen Schutzwaldpfad unter die Füsse nimmt, erfährt nicht nur vieles über Wälder und ihre Funktionen, sondern wird am Ende auch mit einer grandiosen Aussicht belohnt.  

Wiederaufforstung von Schutzwäldern

 

Das Schutzwaldprojekt der Helvetia-Versicherung fördert seit 2011 die Wiederaufforstung der Schutzwälder mit Weisstannen. 2016 wählte die Helvetia den Kanton Luzern für ihr zehntes schweizerisches Schutzwaldprojekt aus. Um dieses mit etwas Besonderem zu verbinden, erstellten die Verantwortlichen den Schutzwaldpfad. Er führt von Heiligkreuz zum Aussichtspunkt Oberstolen und zum Oberstolenhüttli hinauf. Die Helvetia-Versicherung finanzierte 10‘000 Weisstannen. Weitere finanzielle Unterstützung leisteten die Gemeinde Hasle, die Pflegschaft Heiligkreuz und die Gemeinde Schüpfheim.  

 

14.06.2018 :: Bernadette Waser
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