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Nach guten Jahren folgen Defizite
Langnau:

 

Das Budget 2019 der Gemeinde Langnau sieht einen Aufwandüberschuss von 545’000 Franken im Allgemeinen Haushalt vor. Auch für die Folgejahre werden Defizite prognostiziert.


«Nicht gerade besorgniserregend, aber doch herausfordernd», umschrieb Gemeindepräsident Walter Sutter Langnaus finanzielle Situation am Montag vor den Medien. Nach positiven Abschlüssen vergangener Jahre  und einem ausgeglichenen Budget 2018 hat der Gemeinderat fürs nächste Jahr einen Aufwandüberschuss von 545’000 Franken budgetiert – bei einem Aufwand von 48,3 Millionen Franken. Die Gründe für die angespannte Lage sind unter anderem in den hohen Investitionen zu suchen. Allein im nächsten Jahr fällt der Neubau der Sporthalle Oberfeld mit vier Millionen Franken ins Gewicht. Die Ersatzinvestition für die Markthalle Oberes Emmental kommt die Gemeinde auf 1,1 Millionen Franken zu stehen. Ebenfalls die Behebung von Unwetterschäden, die Umgestaltung des Friedhofareals, der Neubau der ARA-Brücke sowie Fahrzeuge für den Werkhof schlagen spürbar zu Buche.

Ein weiterer Grund für das negative Ergebnis im nächsten Jahr ist der gestiegene Personalaufwand; dieser ist mit 10,8 Millionen neun Prozent höher als noch 2017. «Gemäss der jüngsten Arbeitsplatzbewertung haben wir Nachholbedarf» begründete dies der Gemeindepräsident. 

Die Gemeindesteuern sind bei gleichbleibender Steueranlage von 1,94 Einheiten auf knapp 20,2 Millionen budgetiert, das ist eine Million Franken mehr als 2018. «Trotz mehr Steuereinnahmen reicht es leider nicht für ein ausgeglichenes Budget», sagte der für die Finanzen zuständige Gemeinderat, Johann Sommer.

Trotz Defiziten genügend Eigenkapital

Bis ins Jahr 2023 werden laut Finanzplan Aufwandüberschüsse von insgesamt rund 2,2 Millionen Franken erwartet. Diese werden sich im Eigenkapital niederschlagen. Dieses wird sich gemäss Finanzplan von heute 13,1 Millionen auf 10,9 Millionen Franken reduzieren. Die gute Nachricht: Dieser Betrag entspricht immer noch etwa neun bis zehn Steuerzehnteln. Gemäss Empfehlung des Kantons müsste dieser Wert leldiglich bei zwei bis fünf Steuerzehnteln liegen. 

04.10.2018 :: jhk.
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