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Mühle wird nicht mehr aufgebaut
Mühle wird nicht mehr aufgebaut Hasle:

Die alte Mühle, welche am 27. Mai niederbrannte, wird nicht wieder aufgebaut. Auch ein Schweinestall wird abgerissen und das Gelände renaturiert.

Es sind Bilder, die Christoph Stalder nach wie vor präsent sind. «Die Nachwirkungen des Brandes sind immer noch vorhanden. Sobald ich irgendwo Rauch rieche, werde ich unruhig, habe ein seltsames Gefühl und probiere sofort festzustellen, woher dieser kommt.» Der Betriebsleiter des Hofes Hasle-Mühle, zu dem die ehemalige Mühle aus dem Jahr 1815 gehört, zeigt sich aber dankbar, dass damals keine Menschen oder Tiere zu Schaden kamen. «Das Gebäude wurde als Lagerhalle genutzt und es waren nur noch Kleingeräte darin vorhanden.» Eine Untersuchung des Brandes vom 27. Mai dieses Jahres zeigte, dass dieser durch eventuellen Windeinfluss nach dem Abflammen von Unkraut auf dem Vorplatz des Bauernbetriebes entfacht worden war. Das Gebäude erlitt Totalschaden. «Einzig die Grundmauern wären zum Teil noch zu gebrauchen», erklärt Christoph Stalder. Auch einige noch gut erhaltene Sandsteinblöcke hätten für einen Wiederaufbau verwendet werden können. Darauf verzichtet Stalder nun, zumal auch dem Hochwasserschutz hätte Rechnung getragen werden müssen. Der Biembach schwillt bei starken Regenfällen stark an und kann die Gegend unter Wasser setzen. «Das ganze Projekt hätte unsere finanziellen Möglichkeiten überstiegen.» 

Die Stalders haben sich entschieden, nicht nur die ehemalige Mühle abzubrechen, sondern auch den alten Schweinestall. Dieser ist über den Biembach gebaut und lässt diesem nur einen kleinen Durchlass, was die Gefahr von Überschwemmungen erhöht. 

Gegen das Baugesuch sind beim Regierungsstatthalteramt Emmental keine Einsprachen eingegangen. Die Abbrucharbeiten sollten noch in diesem Jahr durchgeführt werden. Das Gelände wird anschliessend renaturiert.

12.10.2017 :: bsr.
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