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Mondholz aus dem Kurzeneigraben
Mondholz aus dem Kurzeneigraben Wasen:

Im Kurzeneigraben wurden zwei alte, grosse Weisstannen als Mondholz gefällt. Dieses gilt in Fachkreisen als besonders haltbar und widerstandsfähig.

Im Auftrag eines Fensterproduzenten liess die Firma Lerchholz, Grünenmatt, am 5. Januar in ihren Privatwaldungen im Kurzeneigraben zwei 200-jährige Weisstannen fällen. Der Zeitpunkt wurde so gewählt, dass aus den Tannen so genanntes Mondholz gewonnen werden kann. Seit Jahrtausenden beschäftigen sich Menschen mit dem Einfluss des Fällzeitpunktes auf die Holzqualität. Bei abnehmendem Mond und bei Neumond geschlagenes Holz wird besondere Qualität hinsichtlich seiner Stabilität, Haltbarkeit, Feuerbeständigkeit, Härte und Schädlingsresistenz attestiert. Mit diesen positiven Eigenschaften können Waldeigentümer einen Mehrwert generieren. Dies ist bei der durch Zwangsnutzungen infolge Sturmschäden und Borkenkäferbefall arg gebeutelten Wald- und Holzwirtschaft willkommen.  

Präzisionsschnitte

Ein Dutzend Gäste konnten sich im -stotzigen Schwendiwald bei Schneegestöber von der Präzisionsarbeit der professionellen Holzerequipe überzeugen. Dank einer exakten Fällkerbe und zwei gezielt platzierten Hydraulikpressen unterhalb des finalen Trennschnittes kamen die beiden Waldriesen von sieben und acht Kubikmeter Nutzholz wunschgemäss zu liegen.

Natürliche Verjüngung

«Durch das Fällen dieser beiden Tannen entsteht im hier typischen Plenter-wald Platz und Licht für den Jungwuchs», erklärte Staatsförster Hans Gfeller. Anhand der Jahrringdichte interpretierte er die einzelnen Wachstumsphasen der auf Brusthöhe 75 Zentimeter dicken Stämme.

Die Trämel werden später per Seilwinde den Steilhang hochgezogen und über die Forststrasse der Weggenossenschaft Wittenbach abtransportiert.

10.01.2019 :: Ulrich Steiner
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