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Mitglieder von Dorfvereinen malten Bilder für den Gemeindesaal
Mitglieder von Dorfvereinen malten Bilder für den Gemeindesaal Schlosswil:

Mitglieder von Vereinen malten zusammen mit dem Kunstmaler Beat Werthmüller neue Bilder für den Gemeindesaal. Die Kunstwerke wurden an einer Vernissage vorgestellt.

Ran an die Pinsel und an das Wagnis, Bilder zu malen, hiess es letzten Sommer für die Schlosswiler Dorfvereinsmitglieder. Nachdem im Gemeindehaus über viele Jahre Beat Werthmüllers Sammelsurium an Bildern hing, lancierte der Künstler und Ur-Schlosswiler das Erneuerungsprojekt gemeinsam mit den Vereinen. Die Idee, die Mitglieder selbst die Werke kreieren zu lassen, stiess bei allen Beteiligten auf Zustimmung. Letzte Woche war es nun soweit und die Laienkünstlerinnen und -künstler durften ihr einzigartiges Kunstwerk vor über 80 Anwesenden präsentieren.

Die Sache mit der Kuh 

Das Konzept von Beat Werthmüller sah ein Triptychon vor – ein dreiteiliges Gemälde pro Verein im Stil der Konkreten Kunst. Auch sollten die Bilder einen Wiedererkennungswert eines berühmten Künstlers haben. Die Konkrete Kunst beruht auf einer mathematisch-geografischen Grundlage. Malen also im Stil von Piet Mondrian, Max Bill oder Verena Loewensberg. Doch bereits der erste Verein begrub mit dem Wunsch, mindestens eine Kuh auf dem Gemälde verewigen zu wollen, Werthmüllers Konzeptidee. Denn diese Kunstgattung sieht keine Gegenstände auf den Bildern vor. Insgesamt waren Mitglieder aus acht Vereinen am Werk und bei Künstler Werthmüller im Atelier. Entstanden ist ein Gesamtkunstwerk, gemischt aus Konkreter Kunst und eigenen Ideen.

Verschwundene Ortstafeln

Zu den fertigen Gemälden meinte Gemeindepräsident Markus Geist: «Ich bin begeistert über die grosse Beteiligung der Vereine. Was daraus entstanden ist, ist grossartig.» Nach schelmischer Ermahnung an die Anwesenden im Saal, die Bilder bitte an der Wand hängen zu lassen, erntete Geist den Lacher des Abends. Unmittelbar nach der Gemeindefusionsabstimmung im September verschwanden nämlich die Schlosswiler Ortstafeln und sind bis heute nicht aufgetaucht (die «Wochen-Zeitung» berichtete). Trotz der Fusion mit Grosshöchstetten ab dem 1. Januar 2018 bleibt der Gemeindesaal erhalten und wird etwa für Vereinsanlässe genutzt – an denen die Bilder besichtigt werden können. Das Fazit des Abends: anschauliche Kunst aus den eigenen Reihen, zufriedene Vereinskünstler und eine bleibende Erinnerung zum Ende einer Ära.

09.11.2017 :: Olivia Nussbaum
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