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Mit Zwergen an der Rotache Gold waschen
Mit Zwergen an der Rotache Gold waschen Brenzikofen: In Brenzikofen
entsteht ein naturnaher Erlebnisweg mit verschiedenen Posten. Verbunden mit einer übergeordneten Geschichte sollen in der Region weitere angelegt werden.
Noch ist nicht viel zu sehen von den fünf Posten, an denen der Erlebnisweg Brenzikofen vorbeiführen wird. Geplant ist ein knapp vier Kilometer langer Weg, der beim Bahnhof startet und durch das Dorf zur Rotache führt. «Das übergeordnete Thema ist das Gold in der Rotache und die ‹Gängda’s›. Das sind Zwerge, die alle einen eigenen Charakter und unterschiedliche Fähigkeiten haben», erklärt Gemeindepräsidentin Sabine Lüthi den Grundgedanken. In Brenzikofen ist der «Funklida» zu Hause, der sich von allem, was glänzt, angezogen fühlt. Das Fundament der Geschichte, die mit den «Gängda’s» durch den Erlebnisweg führt, beruht auf einer Sage aus Brenzikofen. Die Geschichte ist dem Begleitheft zu entnehmen, welches in der Landi Brenzikofen erhältlich ist. Darin werden Rätsel und Aufgaben gestellt, die an den Posten gelöst werden können.

Während der Laichsaison geschlossen
«Unsere Idee war, einen Weg zu gestalten, der die Schönheiten der Natur unserer Gemeinde aufzeigt. Dabei sollen sich die Posten natürlich in die Umgebung einfügen, ohne etwas zu zerstören», sagt Sabine Lüthi. Seit zwei Jahren engagiert sie sich für das Projekt. «Wir führten Gespräche mit den zuständigen Ämtern, mit Waldbesitzern und dem Fischereipachtverein. Es war uns wichtig, alle Betroffenen mit ins Boot zu holen.» Aus Rücksicht auf die Fische in der Rotache bleibt der Erlebnisweg während der Fischlaichsaison von Mitte Oktober bis Mitte März geschlossen.
Am ersten Posten, der Goldwerkstatt, erhalten die Besucher eine Holzkugel aus einem Automaten. «Diese kann dann bei der Kugelbahn eingesetzt werden. Die Bahn ist entsprechend den fünf ‹Gängda’s› in fünf Teilstücke aufgeteilt und spiegelt den jeweiligen Charakter eines Zwerges wider», beschreibt Sabine Lüthi den vierten Posten. Die Kugelbahn führt dem Weg entlang durch den Wald nach unten zur Rotache. Hier ist gutes Schuhwerk nötig und der Weg ist für einen Kinderwagen nicht geeignet.

Vertrauen in die Besucher

Die Rotache ist dafür bekannt, dass sie Flussgold führt. In der Nähe des Ufers werde ein Häuschen erstellt, in dem die Besucher Goldwaschpfannen und kleine Schaufeln finden, sagt Sabine Lüthi. «Wir müssen darauf vertrauen, dass die Geräte nach dem Benützen wieder zurückgelegt werden. Wir können unmöglich alles kontrollieren oder überwachen.» Das Plätzchen an der Rotache soll auch dem Verweilen dienen: Der lange Tisch mit Sitzbänken soll zum Zusammensitzen animieren. Für den Unterhalt ist der Verein «Erlebnisweg Brenzikofen» zuständig.
Mit dem Projekt will die Gemeinde Brenzikofen die Attraktivität des Dorfes fördern und das örtliche Gewerbe unterstützen. «Wir möchten auch auswärtige Familien mit unserem Angebot ansprechen und sie auf unsere Landgemeinde aufmerksam machen.» Die Regionalkonferenz Bern-Mittelland unterstützt das Vorhaben mit einem Beitrag von 35’000 Franken; den gleichen Betrag erbringt die Gemeinde in Form von Eigenleis-
tungen. Weiter sind auch Spendengelder zusammengekommen.

Der Weg soll selbsttragend sein

Der Unterhalt des Weges soll durch den Verkauf des Begleithefts getragen werden. «Sobald wir die Baubewilligung erhalten haben, kommt eine Menge Arbeit auf uns zu», weiss die Gemeindepräsidentin. Wenn alles nach Plan läuft, soll der Weg am 17. Juni eröffnet werden. Der Erlebnisweg Brenzikofen ist der erste seiner Art, weitere sollen in der Region folgen. Alle sollen den Besucher mit einer Geschichte und den «Gängda’s» durch die Natur führen. Die Zwerge sind eine Erfindung der Firma Macharten GmbH, welche die Gemeinde Brenzikofen bei der Umsetzung unterstützt. Linda Zwahlen von Macharten GmbH hat die Geschichte geschrieben und das Begleitheft illustriert.
16.03.2017 :: Veruschka Jonutis
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