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Mit den Luzerner Nachbarn gefeiert
Mit den Luzerner Nachbarn gefeiert Trub/Luthern:

Dieses Jahr feierte die Bevölkerung von Trub den 1. August in der Nachbargemeinde Luthern. Dabei wurde nicht nur die Gemeinde-, sondern auch die Kantonsgrenze überschritten.


Die Nachbarn aus Trub waren eingeladen, zusammen mit den Luthertalern den Bundesfeiertag zu begehen. Mit einem grossen Car erschienen sie in Luthern, nebst dem Gemeinderat auch der Jodlerchor Trub und viele weitere Gäste. Zusammen mit den Luthertalern und weiteren Teilnehmern begab man sich zuerst auf eine Rundwanderung mit kulinarischen und musikalischen Höhepunkten. Auf dem Dorfplatz angekommen, begann dann die Bundesfeier. Moderator Pius Häfliger meinte bei seiner Begrüs-
sung, dass nun Leute aus zwei Gemeinden zusammengekommen seien, die eigentlich einander den Rücken kehrten. Man sei ganz nah und doch fern. 

Es fehlt nicht viel

Peter Aeschlimann, Gemeindepräsident von Trub, erzählte bei seiner Ansprache, dass er als Bub nicht nur ab und zu den Schiesslärm vom Armeeschiessplatz Bodenenzi wahrgenommen habe, sondern auch bei Bisenlage die Kirchglocken von Luthern. Er habe dann später bei der Kilbi auf dem Niederenzi einige Luthertaler kennengelernt. Aeschlimann erinnerte an die gemeinsame Geschichte der beiden Gemeinden. Als das Kloster Trub 1413 von einem Brand heimgesucht wurde, schenkte Götz von Hühnenberg den Kirchensatz Luthern dem Kloster Trub. 1529 fiel er nach der Reformation an Bern und 1579 wurde Luthern vom Kloster St. Urban erworben. Der Truber Gemeindepräsident meinte, dass beim Weg über das Niederenzi von Trub nach Luthern eigentlich nur noch ein kleines Stück der Strasse besser ausgebaut werden müsste, dann würde den Trubern und Luthertalern der heute fast 60 Kilometer lange Umweg um den Napf erspart bleiben.  

Trennung überwinden

Alois Huber, Gemeindepräsident von Luthern, meinte, dass die Gemeinde Trub für viele Luthertaler etwas fremd sei. Er wusste zu erzählen, dass sein Grossvater, der in der Mittler-Ey ganz nah an der Gemeindegrenze lebte, als einer der wenigen Luthertaler jedes Jahr bei Truber Bauern Kälber kaufte, sie übers Niederenzi ins Luthertal brachte und sie dann aufzog. Doch dem Grossteil der Bevölkerung seien die Menschen im Süden des Napfs lange fremd geblieben. Dies sei sicher auch eine Folge der Reformation gewesen. Beim Vorstellen von Luthern wurde klar, dass die beiden Gemeinden nicht nur fast gleich viele Einwohner haben, sondern auch ähnliche Aufgaben und Probleme zu bewältigen haben. Alois Huber schlug vor, in Zukunft zusammenzuarbeiten. Ideen für gemeinsame Projekte seien viele vorhanden.


10.08.2017 :: egs.
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