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Meisterwerke der Musik
Langnau:

 

Das Norea Trio begeisterte am ersten Langnauer Kammermusikabend letzte Woche mit Werken von Haydn, Juon und Mendelssohn.


Was im Sommer bei den Langnauer Jazznight passiert, geschieht im Winter an den Langnauer Kammermusikabenden: Musik der Spitzenklasse wird dargeboten. Dass nicht nur die Jazzkonzerte, sondern auch die klassischen Kammermusikkonzerte beliebt sind, zeigte der Publikumsaufmarsch letzten Donnerstag. 

Mit dem Norea Trio stand ein Ensemble auf der Bühne, das bereits verschiedene Male in Langnau zu Gast war. Dieses Mal spielten die Musikerinnen zu Beginn das Klaviertrio e-Moll Hob. XV:12 von Joseph Haydn, ein Werk, in dem das Klavier dominiert und die Gleichberechtigung der Instrumente noch nicht gewährleistet ist. Die bulgarische Pianistin Petya Mihneva begeisterte in ihrer Führungsrolle. Neben der Virtuosität bewunderte man ihren gesanglichen Vortrag im weich schwingenden Mittelsatz. 

Paul Juons Suite für Klavier, Violine und Violoncello op. 89 bot den beiden Streichinstrumenten Gelegenheit, aus dem Schatten herauszutreten. Die koreanische Geigerin Hyunjong Reents-Kang und die Berner Cellistin Eva Lüthi spielten mit viel Vibrato und wunderbarem Klang die spätromantische, national gefärbte Musik. Zusammen mit der Pianistin führten die Musikerinnen das Werk so überzeugend auf, dass man sich fragte, warum man diesen Komponisten mit Schweizer Wurzeln nicht besser kannte.
Nach der Pause stand ein Meisterwerk auf dem Programm: Mendelssohns Trio Nr. 2 c-Moll op. 66. Die drei Musikerinnen, allen voran die Pianistin, zeigten sich den enormen Herausforderungen, die das Werk an die Ausführenden stellt, gewachsen. Das Finale im vierten Satz gestaltete das Norea Trio grandios.  Zu Recht wurde ihr hohes Können am Schluss mit grossem Applaus gefeiert. 

Vielversprechende Kammermusik

Programm der 73. Saison der Langnauer Kammermusikabende: Annette Unternährer, die seit 2016 die künstlerische Leitung innehat, setzt vermehrt Alte Musik auf das Programm und holt neue Formationen nach Langnau. So spielen die Gambenspielerin Rebeka Rusó und Sebastian Wienand am Hammerklavier zarte Hausmusik am zweiten Langnauer Kammermusikabend (6.12.), während am vierten Kammermusikabend (14.3.) der Verein Toggenburger Hausorgel ihre «Windbläss-Musig» ertönen lässt. Eine musikalische Reise von Moskau nach Paris bietet der Liederabend von Deborah Leonetti (Sopran) und Matthias Roth (Klavier) am dritten Kammermusikabend (24.1.). Den fünften Kammermusikabend (9.5.) schliesslich bestreitet das Ensemble Pyramide aus Zürich mit überraschenden Arrangements bekannter Stücke wie Ravels «Le tombeau de Couperin». 



08.11.2018 :: Bettina Haldemann-Bürgi
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