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Mauern und Dämme sollen Gebäude vor Hochwasser schützen
Mauern und Dämme sollen Gebäude  vor Hochwasser schützen Eggiwil:

Die Schwellenkorporation stellte Hochwasserschutzmassnahmen im Aeschaugraben vor. Die Bevölkerung kann mitwirken.



Gut ein Dutzend Bürgerinnen und Bürger, fast alles betroffenen Grundeigentümer, liessen sich an einem Informations- und Mitwirkungsanlass über die geplanten Hochwasserschutzmassnahmen im untersten Teil des Aeschaugrabens informieren. «Im Gebiet der Aeschaumatte ist in den letzten Jahrzehnten viel gebaut worden und auch die älteren Gebäude müssen von der zunehmenden Hochwassergefahr besser geschützt werden», begründete Hans Wittwer, Präsident der Schwellenkorporation Eggiwil, die Notwendigkeit des Projektes. Eine Analyse der Risiken habe auf den 250 Metern Grabenlänge – ab Kantonsstrasse aufwärts – klare Schutzdefizite ergeben.

Mauern erhöhen und bauen

Manuel Rast, Projekt- und Bauleiter beim Ingenieurbüro Kissling und Zbinden, erläuterte die geplanten Massnahmen: «Am linken Flussufer müssen die bestehenden Mauern örtlich um bis zu einem Meter erhöht werden. Auf der Brücke unterhalb der Liegenschaft ‹Sutten› ist bei Hochwasser das Verlegen von Dammbalken durch die Wehrdienste vorgesehen.» Auf der rechten Seite des Baches sollen die Gebäude mit Einzelschutzmassnahmen wie Blockmauern, kleinen Dämmen, kurzen Mauerstücken oder Dammbalken geschützt werden. In der Gerinnesohle müssen Querhölzer ersetzt werden. Rast rechnet mit Kosten von 200’000 Franken. Bund und Kanton würden zusammen mindestens 60 Prozent Beiträge ausrichten, die Restkosten fallen dann zu Lasten der Schwellenkorporation an.

Grundeigentümer wirken mit

Die Grundeigentümer wussten von etlichen Hochwassern und entsprechenden Schäden aus der Vergangenheit zu berichten. Das Projekt wurde durchwegs begrüsst, weil es mehr Sicherheit bringen und kein zusätzliches Land beanspruchen würde. Die Diskussionen und Anregungen betrafen Details wie ein örtliches Anpassen des Strassenquergefälles, das Einbauen von Rückstauklappen in Schächten oder das Schonen eines japanischen Kirschbaumes in Grabennähe. Angeregt wurde ebenfalls ein periodisches Reinigen des Bachbettes von Neophyten, Erde, Weiden und Baumresten nach der Holzernte. Damit soll das Bachprofil offengehalten und einer Verklausungsgefahr bei Hochwasser vorgebeugt werden. 

Das Mitwirkungsverfahren läuft noch bis am 16. Oktober. Anschliessend wird das Projekt aufgrund der eingegangenen Anregungen bereinigt und Anfang 2018 öffentlich aufgelegt. «Wenn alles gut geht, können wir im Frühjahr oder Sommer des nächsten Jahres bauen», meinte Hans Wittwer abschliessend.



28.09.2017 :: Walter Marti
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