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Matthias Sempach siegt überlegen am Oberaargauischen Schwingfest
Matthias Sempach siegt überlegen am Oberaargauischen Schwingfest Schwingen:

Fünf Kränze für das Emmental, einen verpassten Kranzgewinn für den Schwingerkönig und Sempach der zum siebten Mal am Oberaargauischen gewinnt; das die Bilanz.



Der Schlussgang in der wunderbaren Erlinsburg-Arena von Niederbipp war von der Taktik geprägt. Der Einheimische Matthias Sempach aus Alchenstorf überlies das Zepter seinem Herausforderer Kilian Wenger aus Horboden. Dies im Wissen, dass ihm ein gestellter Schlussgang zur Titelverteidigung reichen würde. So endete dieses Duell nach 12 Minuten gestellt. Einzig in der dritten Minute kam der spätere Festsieger kurz in Rücklage, befreite sich gekonnt und brachte den angestrebten Triumpf schliesslich ins Trockene.

 

Sempach bodigte drei Eidgenossen

Die 5300 Zuschauer konnten ihrem einheimischen König die defensive Ausrichtung im Schlussgang nicht verübeln. Schliesslich setzte der 31-
jährige Oberaargauer den Grundstein zu seinem 35. Kranzfestsieg bereits in den ersten fünf Gängen. 

Im Anschwingen machte Sempach mit seinem Thronfolger Matthias Glarner kurzen Prozess. Mittels Gammen entschied er dieses Königsduell. Für Glarner nicht der einzige Rückschlag. Zwar rehabilitierte sich der Meiringer nach der Startniederlage vorerst mit drei Siegen, musste jedoch nach zwei abschliessenden Gestellten gegen Remo Käser und Gustav Steffen die Heimreise überraschend ohne Kopfschmuck antreten. 

Sempach setzte derweil seinen Siegeszug fort. Nach dem Pflichtsieg gegen den Emmentaler Niklaus Wüthrich, welcher nach starkem Auftakt am Ende den Kranz leider verpasste, folgten zwei weitere Siege gegen die  Eidgenossen Bruno Gisler und Willy Graber. Mit einem sogenannten «Sempach-Spezial» verschaffte sich der Dominator des Tages gegen den aufstrebenden Oberländer Patrick Gobeli schliesslich die komfortable Ausgangslage vor dem finalen Durchgang. 

 

Fünf Kränze für das Emmental

Die Emmentaler konnten derweil zu keinem Zeitpunkt um den Tagessieg oder eine allfällige Schlussgangteilnahme mitreden. Für die 31-köpfige Delegation gab es am Schluss immerhin fünf Kranzauszeichnungen. Als Beste konnten sich Konrad Steffen und Heinz Habegger im geteilten vierten Schlussrang einreihen. Es folgte Christian Gerber, der das Feld nach einem missglückten Vormittag mit zwei Niederlagen von hinten aufrollte und sich seinen dritten Saisonkranz holte. 

Eichenlaub holten sich auch Thomas Sempach und Jonas Michel. Für ihn war es der erste Kranz dieser Saison. Beide landeten mit 56.50 Punkten im letzten Kranzrang.



08.06.2017 :: René Willener
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