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Maislabyrinth seit 20 Jahren
Maislabyrinth seit 20 Jahren Lützelflüh:

Familie Liechti
feiert das 20-Jahr-Jubiläum des Plauschlabyrinths mit dem
Markus-Theater und einem
Maislabyrinth, das durch das Markus-Evangelium führt.

Die herbstliche Sonne bescheint die Strasse, welche nach Lützelflüh hinaufführt. Der Weg zum Maislabyrinth ist gekennzeichnet und leicht zu finden. Er führt an Wiesen vorbei zum Hofplatz der Familie Liechti, wo das Auto parkiert werden kann. In den vergangenen Jahren habe er das Labyrinth beim Ahornbaum abseits des Hofs angesät; heuer hätte sie sich entschieden, es für einmal in der Nähe des Wohnhauses zu wagen, erzählt Johann Ulrich Liechti, Besitzer des Hofs «Brauchbühl» und Initiant des Maislabyrinths. Er habe sich erst etwas gescheut vor der stärkeren Frequentierung des Bauernhofs durch Besucherinnen und Besucher, sei nun aber positiv überrascht worden: «Es wurde in diesem Jahr kein Geld aus der Kasse gestohlen.» 

Die Kleinen haben Spass

In diesem Sommer seien die beiden je einen halben Hektar grossen Labyrinthe gut angekommen, konnte Liechti aus Rückmeldungen von Besuchenden entnehmen. Auch Nicole Bernhard, die sich mit ihren drei eigenen und zwei weiteren Kindern aufgemacht hat, den Irrgarten zu besuchen, bestätigt, dass sie schon viele Male im Labyrinth unterwegs gewesen sei. «Die Kinder können darin spielen, sich verstecken – eine gute Sache.» Die Kleinen nicken dazu und schon einige Minuten später kann man sich davon überzeugen, wie viel Spass ihnen das Labyrinth bereitet.

Tafeln zum Leben Jesu 

Beim Betreten des Irrgartens durch den schmalen Eingang gelangt der Besucher in eine andere Welt. Die Sonne dringt gebrochen durch die Maisstauden und so erstrahlen die verschiedenen Pfade in geheimnisvollem Licht. Das Vogelgezwitscher, die Geräusche der anderen Gäste und der Lärm der landschaftlichen Maschinen dringen nur noch gedämpft an das Ohr – man wähnt sich an einem mystischen Ort, atmet Stille und den Geruch von Mais, Baumrinde und von feuchter Erde. Auf den verschiedenen Pfaden stehen Tafeln, welche den gerade eingenommenen Standort und die Form des Labyrinths aus der Vogelperspektive zeigen. Ebenfalls werden darauf Teile des Markus-Evangeliums, unter Angabe der Bibelstellen, erläutert, wie beispielsweise Taufe und Versuchung, Jesu Werk oder, am Schluss der Irrwege, das letzte Abendmahl und die Kreuzigung. Auf diese Weise kann das Leben Jesu während des Spaziergangs durch das Labyrinth meditiert und verinnerlicht werden. Im Plauschlabyrinth hingegen kann man sich bis zu einem Innenhof mit Tischen und Bänken wagen, die zum Verweilen und Picknicken einladen.

Markus-Theater zur 20-Jahr-Feier

Der Mais sei bald ganz ausgereift, trotzdem würden die beiden Labyrinthe noch bis zum 22. Oktober für Interessierte stehen bleiben und erst danach vollständig abgeerntet, erklärt Johann Ulrich Liechti. Am meisten Arbeit gebe jeweils das Vorbereiten der Pfade: Die Holzschnitzel würden mit einer Schubkarre hineingetragen. 

Anlässlich der 20-Jahre-Feier findet unter der Regie von Annina Gottschall das Markus-Theater statt, ein 90 Minuten dauerndes Stück, welches das Markus-Evangelium erzählt. Am letzten Septemberwochenende hat es bereits mit 140 Zuschauern stattgefunden. Weitere Aufführungen sind am Palmsonntag und in der Karwoche 2018 geplant.

05.10.2017 :: Benedikta Locher
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