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«Magic Mike», der Vorbereiter, und der heimliche Teamleader
«Magic Mike», der Vorbereiter, und der heimliche Teamleader SCL Tigers: Der eine fällt auf, der andere nie ab. Beide bleiben eine weitere Saison bei den Emmentalern: Mikael Johansson und Aaron Gagnon.

Die Ausländerpositionen bei den SCL Tigers für nächste Saison sind besetzt. Wie beabsichtigt mit fünf Stürmern. Einmal durch die beiden Finnen Eero Elo und Harri Pesonen und neuerdings auch durch den Kanadier Aaron Gagnon und den Schweden Mikael Johansson. Sie haben in dieser Woche ebenfalls einen Einjahresvertrag unterzeichnet. Dazu kommt Chris DiDomenico. Der Kanadier ist in der NHL-Organisation der Chicago Blackhawks angestellt und steht mit dem AHL-Farmteam von Rockford vor den Playoffs. Da gemäss NHL-Reglement Transfers erst nach Saisonschluss bekannt gegeben werden dürfen, verzögert sich die Bekanntgabe der Rückkehr von DiDomenico nach Langnau bis zum Ausscheiden von Rockford. 

Mikael Johansson und Aaron Gagnon können vom Spielertyp her nicht miteinander verglichen werden. Sie sind aber Stürmer, welche die SCL Tigers mit ihren Stärken einen Schritt weiter bringen können. Der bald 33-jährige Schwede ist ein technisch begabter Spielmacher mit entsprechend grosser Übersicht, Puckkontrolle und hoher Passqualität. «Magic Mike» nannten sie ihn deshalb in seiner Heimat, wo er sich auf dem Weg zu den drei Meistertiteln mit Färjestads (2006, 2009, 2011) stets als einer der erfolgreichsten Torvorbereiter seiner Mannschaft und der ganzen Liga auszeichnete. Dies war auch in seiner bisher einzigen vollen Saison in der Schweiz nicht anders. 2014/15 spielte er bei Absteiger Rapperswil und war im Powerplay mit 19 Assists in 40 Spielen der beste Vorbereiter der NLA vor seinen Landsleuten Linus Klasen (Lugano/16 Assists), Nicklas Danielsson (Rapperswil/15), Daniel Sondell (Zug/14) und Fredrik Pettersson (Lugano/14). In seiner Heimat spielte Johansson elf Saisons, davon allein neun bei Färjestads, und erzielte in dieser Weltklasseliga in 562 Spielen 92 Tore und 237 Assists.

 

Der unterschätzte Teamleader

Im Gegensatz zu «Magic Mike» ist Aaron Gagnon ein auffallend unauffälliger Spieler. Er ist alles andere als ein «Zauberer», dafür ein unermüdlicher, vielseitiger und disziplinierter Mannschaftsspieler. Zusammen mit Torhüter Ivars Punnenovs und Captain Pascal Berger bildete er in der vergangenen Saison das Trio der wertvollsten Spieler der SCL Tigers. Der 32-jährige Kanadier ist bei den Emmentalern der «heimliche» Leader, welcher von der grossen Masse mehr oder weniger unterschätzt wird. Er ist einer wie beispielsweise zuletzt Pechvogel Antti Erkinjuntti oder Sven Lindemann oder in früheren Jahren Kurtis McLean, Brad Moran, Jeff Shantz und Brian Bonin. Aaron Gagnon macht defensiv und offensiv viel mehr richtig als falsch. Und genau aus diesem Grund taucht er so häufig wie kein anderer Spieler der SCL Tigers an der Spitze von aussagekräftigen Werten auf. In der Qualifikation war er mit 16 Toren der beste Goalgetter, er erzielte am meisten Powerplaytore (5) und mit plus 9 war er der beste Spieler bei fünf gegen fünf Spieler. Ausserdem hatten zwölf seiner 16 Tore Einfluss auf den Verlauf oder den Ausgang eines Spieles. Gagnon schoss vier Führungstore, je drei Ausgleichs- und Siegestore sowie zwei Anschlusstore. Seine einzige Schwäche – er braucht zu viele Chancen, um ein Tor zu erzielen. 

Vier SCL Young Tigers im Sommertraining

Die vier Langnauer Elitejunioren Akira Schmid, Kejio Weibel, Rihards Melnalksins und Dominik Gyger werden im Frühling und Sommer die Vorbereitungen für die Saison 2018/19 mit dem Kader der ersten Mannschaft absolvieren. «Wir geben ihnen damit die Chance, sich schrittweise an die Anforderungen der National League herantasten zu können», erklärt Sportchef Jörg Reber. Die vier Nachwuchstalente werden bereits seit einigen Jahren in der Organisation der SCL Young Tigers aufgebaut. Sie kamen alle mehr oder weniger in verschiedenen Schweizer Nationalteams zum Einsatz, Melnalksins sogar schon in der lettischen A-Nationalmannschaft. 


 

12.04.2018 :: Werner Haller
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