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Männer in Röcken und ein Hauch Schottland zuhinterst im Emmental
Männer in Röcken und ein Hauch Schottland zuhinterst im Emmental Highland-Games:

Bereits zum zehnten Mal lud der EHC Bumbach zu den Highland-Games ein. Clans aus der ganzen Schweiz massen sich in den verschiedenen keltischen Disziplinen.


 

Schon von Weitem hörte man die zwischen Hohgant und Schrattenfluh exotisch wirkenden Dudelsack-
Melodien der Bag-Pipers of Wangen an der Aare durchs Tal klingen. Wer sich etwas näher heranwagte, bemerkte zudem, dass an diesem Samstag für einmal nicht nur die Frauen in Röcken unterwegs waren. Von Zürich, aus dem Aargau, aus den Kantonen Basel, Solothurn und Schwyz und natürlich aus allen Ecken des Kantons Bern waren die Highland-Clans in ihren Kilts, der typischen schottischen Männertracht, angereist. Auf dem Spiel-Gelände zwischen der Schulanlage Bumbach und der Emme traten die insgesamt 5 Frauen-Clans und 17 Männer-Clans, bestehend aus je vier Mitgliedern, zum Team-
Wettkampf in acht verschiedenen Disziplinen an.


Clans machen Programm selber

Anders, als bei den meisten Sportturnieren, gibt es bei den Highland-Games keinen vorgegebenen Ablauf, die Clans entscheiden selber, in
welcher Reihenfolge sie die
Disziplinen durchlaufen wollen. 

Am Mittag wurden die Spiele eröffnet – danach konnte man als Zuschauer den ganzen Nachmittag das Spektakel auf den unterschiedlichen Schauplätzen mitverfolgen. Die zum Teil sehr aufwändig zu errichtenden Gerätschaften fürs Steinhochwerfen, Stammklettern oder Langbogenschiessen baut der EHC Bumbach bereits seit sieben Jahren komplett selber auf, so Thomas Siegenthaler, Noch-Präsident des EHC. Als vor zehn Jahren der Vorstand des heimischen Eishockeyklubs die «Highland-Games» als neuen Jahres-Vereins-anlass ins Leben gerufen hat, musste man noch Geräte dazu mieten. Mittlerweile sind die Mitglieder des EHC jedoch Profis, wenn es um das Organisieren der keltischen Traditions-
spiele geht. Samuel Weibel, Kapitän des Bravehart-Clans aus Aarberg, welcher in diesem Jahr mit fünf Teams vertreten war, war des Lobes voll für die Veranstalter: «Die Games im Schangnau sind so etwas wie der Saisonhöhepunkt – wir kommen seit zehn Jahren immer wieder gerne in den Bumbach.» Dass der Anlass auch im Schangnau selber gut ankommt, war an den vielen anwesenden Zuschauern, meist ganzen Familien, zu sehen. Die Stimmung war den ganzen Nachmittag über gut und die Spiele zu jedem Zeitpunkt unterhaltsam.

Bei den Frauen holten in diesem Jahr die «Pink Fluffy Unicorns» den Titel in der Teamwertung – bei den Männern durfte «Team Heavy 2» aus Ibach den wunderschönen Pokal entgegennehmen. Highlanderin des Tages – also diejenige Frau mit der besten Einzelwertung – war
Stefanie Frey von den «Black Sheep Mix Highlander» aus Hägendorf. Highlander 2017 wurde Dominik Mäder von den «Highland Dragons Zürich». Bester Einheimischer
Highlander war übrigens Simon Gfeller aus dem Clan
«Himmuheiländer» auf Platz 7. 

 

08.06.2017 :: Sandra Zesiger
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