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Lüthi holt sich eine ordentliche Portion Selbstvertrauen
Motorrad:

Der zweite Platz beim Grand Prix von Italien hinter Lokalmatador Mattia Pasini machte Thomas Lüthi sichtlich Spass. Vermutlich mehr Spass als jeder dieser «Ehrenplätze» zuvor – und das waren seit dem WM-Einstieg 2002 immerhin schon deren 16. Einerseits freute es den 30-jährigen Emmentaler, dass er im Gesamtklassement der Moto2-Weltmeisterschaft nur noch 13 Punkte hinter Leader Franco Morbidelli liegt. Der vierfache Saisonsieger stand dieses Jahr als Vierter bei seinem Heim-GP erstmals nicht auf Podium – sieht man von seinem Nuller nach Sturz in Jerez (Sp) ab. Andererseits war es das erste Mal in der laufenden Saison, dass Lüthi den Titelrivalen Morbidelli in einem Rennen hinter sich gelassen hat. «Klar, das ist wichtig für den Kopf», gab Lüthi zu. «Aber ich wusste schon in den Rennen vorher, dass er nicht unschlagbar ist». So oder so: Lüthi hat sich in Mugello eine ordentliche Portion Selbstvertrauen zurückgeholt. Bei den beiden Rennen zuvor hatte der Emmentaler einstecken müssen: In Jerez stand er als Achter zum bisher einzigen Mal dieses Jahr nicht auf dem Podium, und in Le Mans (Fr) – ausgerechnet auf «seiner» Strecke (bisher vier GP-Siege) – bezog er im Direktkampf mit Morbidelli eine Niederlage und musste sich mit Rang drei begnügen.

Sechs Rennen – fünf Podestplätze: Lüthi ist in der Moto2-Klasse weiter auf Schlagdistanz mit WM-Leader Morbidelli. Der erste Saisonsieg liegt in der Luft – vielleicht schon kommenden Sonntag in Barcelona (Sp), wo das zweite von vier Rennen innerhalb von fünf Wochenenden stattfindet. Wenn Lüthi im Hoch ist, liegt ihm dieser Terminstress: Zum Saisonende 2016 holte er bei ebenfalls vier Rennen innerhalb von fünf Wochenenden drei Podestplätze, davon zwei Siege (Japan/Australien), und wurde so noch Vizeweltmeister.

Der GP-Report von Mugello

• Das Klassement des Moto2-Rennens: 1. Mattia Pasini (It), Kalex, 110,145 km oder 21 Runden in 39:30,974 Minuten (= 167,2 km/h; 25 WM-Punkte). 2. Thomas Lüthi (Sz), Kalex, 0,052 Sekunden zurück (20 WM-Punkte). 3. Alex Marquez (Sp), Kalex, 0,136 (16). 4. Franco Morbidelli (It), Kalex, 3,643 (13). 5. Miguel Oliveira (Por), KTM, 5,124 (11). 6. Luca Marini (It), Kalex, 13,266 (10). 7. Dominique Aegerter (Sz), Suter, 13,299 (9). 8. Simone Corsi (It), Speed Up, 13,703 (8). 9. Jorge Navarro (Sp), Kalex, 15,485 (7). 10. Brad Binder (RSA), KTM, 16,036 (6). 11. Marcel Schrötter (De), Suter, 16,039 (5). 12. Hafizh Syahrin (Mal), Kalex, 16,310 (4). 13. Isaac Vinales (Sp), Kalex, 17,702 (3). 14. Remy Gardner (Aus), Tech3, 21,335 (2). 15. Xavier Simeon (Be), Kalex, 22,740 (1). Ferner: 22. Francesco Bagnaia (It), Kalex, 40,336. 23. Jesko Raffin (Sz), Kalex, 40,351. – Ausgeschieden: u.a. Takaaki Nakagami (Jap), Kalex (Sturz/1. Runde). – 32 Fahrer gestartet, 28 klassiert.

 

• Qualifikation (= Startaufstellung): 1. Morbidelli, 5,245 km oder 1 Runde in 1:51,679 (=169,0 km/h). 2. Marquez, 0,036 Sekunden zurück. 3. Pasini 0,079. 4. Lüthi 0,366. 5. Nakagami 0,494. 6. Marini 0,613. 7. Navarro 0,710. 8. Lorenzo Baldassarri (It), Kalex, 0,748. 9. Oliveira 0,810. 10. Corsi 0,900. Ferner: 18. Aegerter 1,257. 26. Raffin 1,780.

 

• WM-Zwischenklassement nach 6 von 18 Rennen: 1. Morbidelli, 113 Punkte (4 Siege). 2. Lüthi 100. 3. Marquez 78 (1). 4. Oliveira 70. 5. Bagnaia 53. 6. Pasini 49 (1). 7. Aegerter 46. 8. Nakagami 41. 9. Marini 41. 10. Corsi 35. 

 

• Fakten zu Schweizer Piloten. Lüthi: Fünfter Podestplatz in der laufenden Moto2-WM (3-mal 2. Platz; 2-mal 3.); Erster Podestplatz in Mugello seit 2012 (3. Platz/Moto2), viertes Podium in Mugello gesamt (2005: 2./125ccm; 2008: 3./250 ccm). – Aegerter: Viertes Top-10-Ergebnis in Serie. - Raffin: Wie zwei Wochen zuvor in Le Mans (F) Rang 23, damit das schlechteste GP-Resultat seit Platz 24 am 21. August 2016 in Brünn (Tsch).

 

• Nächster GP: 11. Juni in Barcelona (Sp).


08.06.2017 ::
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