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Lob für die neue Sesselbahn – weitere Bauprojekte folgen
Lob für die neue Sesselbahn –  weitere Bauprojekte folgen Sörenberg:

Bei den Bergbahnen zeigt man sich zufrieden mit der Skisaison, vor allem dank des guten Dezembers und der neuen Anlage auf dem Rothorn. Die nächsten Investitionen folgen.

«Im Vergleich zum 2016 hatten wir bis Ende Dezember ein x-faches der Gäste», stellt René Koller, Direktor der Bergbahnen Sörenberg AG, fest, ohne die genau Zahlen schon zu kennen. Sie hätten die Saison früh, bereits Mitte November, eröffnen können. Was vielversprechend begann, erhielt im Januar und Februar einen Dämpfer. Zuerst kam der Sturm Burglind, der einige Schäden anrichtete. So wurde das Dach der Bar bei der Rossweid zerfetzt. Ein Problem für die Liftanlagen stellten Bäume dar, die umzustürzen drohten. «Wir mussten aus Sicherheitsgründen einige Tage schliessen», sagt René Koller. Das Wetter prägte dann auch die restliche Saison nicht im Positiven. Stabiles Hochdruckwetter sei nie eingekehrt und besonders an den Wochenenden habe oft schlechtes Wetter geherrscht. Da nützte es auch nichts, dass die Schneeverhältnisse gut waren. Trotzdem rechnet Koller damit, dass die Saison deutlich besser als die letztjährige abschliessen wird. 

Lob und Verbesserungen

Ein positives Fazit zieht der Bergbahnen-Direktor auch für das Skigebiet auf dem Rothorn, das noch bis zum 8. April offen ist. Der deutlich höhere Umsatz im Gastronomiebetrieb Eisee lasse darauf schliessen, dass die neue Sesselbahn gut ausgelastet gewesen sei. Gelobt worden sei insbesondere das erweiterte Pistenangebot. Es sei gelungen, neue Gäste anzusprechen. Der Betrieb habe aber auch aufgezeigt, dass noch gewisse Anpassungen vorzunehmen seien. «Der Ausstiegsbereich oben an der Sesselbahn muss verbessert werden. Er ist zu eng, was manchmal zu Problemen führt, wenn vier Personen gemeinsam wegfahren wollen», erklärt René Koller. Dadurch könne die Bahn nicht mit maximaler Geschwindigkeit fahren und müsse öfters abgestellt werden. An den Einstieg mit Förderband hätten sich die Gäste schnell gewöhnt. Dieser ist nötig, weil die Sessel fix am Seil montiert sind und nicht, wie bei anderen Bahnen, bei der Tal- und Bergstation abgekoppelt werden und die Geschwindigkeit stark verlangsamen. 

Künstliche Beschneiung bis ins Tal

Auch beim Restaurant Eisee planen die Bergbahnen Verbesserungen. Vor allem sei ein zusätzlicher Verkaufspunkt nötig, damit sich nicht mehr so lange Schlangen bildeten, sagt René Koller. Weil der Platz im Innern beschränkt sei, müsse dieser im Aussenbereich erstellt werden. Grössere Investitionen würden sie aber nicht tätigen, denn der Gastrobetrieb werde später, wenn das ganze Projekt «Rothorn» realisiert sei, umgenutzt zu einem Skiklubhaus. Das ist aber Zukunftsmusik. In einem nächsten Schritt, das heisst in diesem Sommer, wird vorerst die Beschneiungsanlage vom Rothorn bis zur Talstation fertiggestellt. «Die ersten Arbeiten haben wir letzten Herbst ausgeführt, konnten sie aber wegen des frühen Wintereinbruchs nicht beenden», erklärt Koller. Die Möglichkeit, künstlich zu beschneiden, sei wichtig; der Gast verlange heute Schneesicherheit. Weiter solle die Linienführung der Talabfahrt angepasst werden. «Sie wird schöner und etwas weniger steil, bleibt aber eine schwarze, präparierte Piste.»

Skigebiete zusammenhängen

Ebenfalls in diesem Sommer wird der alte Eisee-Skilift seiner neuen Bestimmung übergeben. Er führt künftig von der Talstation der Rothornbahn auf die Habchegg. «Damit stellen wir die Verbindung von der Rothornbahn zum Sessellift Sörenberg-Platz sicher.» Damit würden die beiden Skigebiete «Dorf» und «Rothorn» zusammengeschlossen, ein wichtiges Ziel der Verantwortlichen Allerdings sei diese Verbindung noch nicht optimal, ist sich der Direktor bewusst. Abhilfe schaffen soll die zweite Bauetappe des Projekts «Rothorn»: die neue Sesselbahn Witmoos–Witenlauenen. Ob diese in diesem Sommer oder erst 2019 erstellt wird, sei noch nicht entschieden, die Baubewilligung liege noch nicht vor. 

Den grössten Brocken stellt die dritte Etappe dar. Sie sieht eine neue Achter-Gondelbahn aufs Rothorn vor. Die Talstation soll in Richtung Dorf, ins Witmoos, verlegt werden. Die heutige Bergstation mit Restaurant würde ebenfalls verschoben, nach Osten hin zur Bergstation der Sesselbahn Eisee–Rothorn. Damit würde die gut 300 Meter lange Strecke durch den Tunnel entfallen, welche heute von der Bergstation zum Skigebiet zu Fuss zurückgelegt werden muss. Dieses Projekt ist noch in der Planungsphase. Die Bewilligung für die heutige Pendelbahn aufs Rothorn läuft 2021 aus. 

Skifahren auf über 2000 Metern

Die Kosten für die erste Etappe betragen gemäss René Koller zwölf Millionen Franken, die zweite fünf bis sechs Millionen. Die neue Gondelbahn aufs Rothorn werde voraussichtlich mit 21 Millionen Franken zu Buche schlagen. Viel Geld für ein Skigebiet, das grösstenteils um die 1500 Meter über Meer liegt. «Gerade deshalb ist der Ausbau am Rothorn nötig; dort können wir Skifahren auf 2300 Metern anbieten», betont Koller. Mit einem vergrösserten, zusammenhängenden Skigebiet biete man den Gästen einen deutliche Mehrwert. Wird sich das in höheren Preisen niederschlagen? «Das ist im Moment kein Thema, auf längere Sicht und in moderatem Rahmen aber nicht ausgeschlossen», sagt der Direktor.

05.04.2018 :: Silvia Ben el Warda-Wullschläger
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