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Letzter Schultag, erster Bautag
Letzter Schultag, erster Bautag Hasle:

Während der Sommerferien werden beim Schulhaus Preisegg die Fundamente für die Schulhauserweiterung erstellt. Das Gebäude wird aus rund 60 Modulen zusammengebaut.

Es ist auch dem Zufall geschuldet, dass beim Schulhaus Preisegg in den kommenden Monaten ein Gebäude in Modulbauweise entstehen wird. «Unser Architekt, Nils Huber, ist zufälligerweise auf das Modulschulgebäude gestossen, das derzeit noch in Menzingen, Kanton Zug, steht», erklärte Gemeindepräsident Walter Scheidegger vergangenen Freitag am symbolischen Spatenstich. Weil es, was die Grösse und Ausstattung anbelange, den Bedürfnissen der Gemeinde Hasle entspreche und daher nur gering angepasst werden müsse, habe man sich schliesslich entschieden, dieses Schulhaus anzuschaffen. 

60 Module transportieren

Am bisherigen Standort wird das Gebäude seit drei Jahren als Provisorium verwendet, weil das dortige Schulhaus umfassend saniert wird. Die rund 60 Module werden in den kommenden Wochen demontiert, dann ins Emmental transportiert und ab den Herbstferien wieder aufgebaut. Die Einzelteile würden über Masse von drei mal drei Metern und einer Länge von bis zu elf Metern verfügen. Um die Kosten möglichst tief zu halten, sei die bisherige Raumeinteilung beibehalten worden, erklärte Architekt Nils Huber. «Sind die Module erst einmal zusammengebaut, sind 80 Prozent das Gebäudes fertig.» Einzig kleine Anpassungen müssten dann noch vorgenommen werden und natürlich müssten Leitungen von Modul zu Modul verbunden werden. 

Rund eine Million Franken gespart

Wie viel spart sich die Gemeinde mit den Modulen im Vergleich zu einer üblichen Bauweise? Die Einsparung dürfte rund eine Million Franken betragen, hielt der Architekt auf Anfrage fest. Er betonte, dass es eine günstige nicht aber eine billige Lösung sei. «Energetisch entspricht das Gebäude an sich den Minergie-Standards.» Für den Bau des Schulgebäudes rechnet die Gemeinde mit Kosten von 2,5 Millionen Franken. Die gesamten Kosten des Bauvorhabens belaufen sich aber auf gut 3,6 Millionen Franken. Dabei sind der Abbruch der beiden alten, bald überflüssigen Pavillons eingerechnet, wie auch Umgebungsgestaltungsarbeiten, neues Mobiliar für die Schulräume sowie gut 600’000 Franken für die Sanierung der Turnhalle. Diese stamme aus dem Jahr 1955 und habe entsprechenden Modernisierungsbedarf, wie Walter Scheidegger ausführte. Gleichzeitig mit den Vorbereitungen für die Fundamente des Neubaus werde mit der Sanierung der Turnhalle begonnen. 

Friedhof etwas verkleinern 

Das modulare Schulgebäude wird – abgesehen vom aussenliegenden Treppenturm – 30 Meter lang, 17,90 Meter breit und gut elf Meter hoch werden. Der Bau wird auf dem bestehenden Rasenfeld zu stehen kommen. Dass dieses damit kleiner wird, war in der Mitwirkung einer der wenigen Kritikpunkte. «Wenn wir aber den alten Pavillon und den provisorischen Bau für den Kindergarten abbrechen können, gewinnen wir auch wieder etwas Platz», hielt Walter Scheidegger fest. Zudem sei geplant, den angrenzenden Friedhof zugunsten des Rasenfeldes ein Stück weit zu verkleinern. 

Grösser werden mit dem Neubau die räumlichen Möglichkeiten der Schule. Im Erdgeschoss wird eine Aula entstehen, zudem wird dort die Tagesschule eingerichtet sowie eine Küche. Im ersten und zweiten Stock werden sich je drei Kindergärten und Schulzimmer sowie verschiedene Neben- und Spezialräume – Logopädie, Werken, Zeichnen und weitere – befinden. Dank der Modulbauweise kann viel Zeit gespart werden. Läuft alles nach Plan, kann bereits ab Neujahr in den neuen Schulräumen unterrichtet werden.

12.07.2018 :: Bruno Zürcher
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