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Langnauer Achterbahnfahrt
Langnauer Achterbahnfahrt SCL Tigers:

Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage. Langnaus bisherige Saison gleicht einer Achterbahnfahrt.

Sinnbildlich dafür, das letzte Wochenende. Der 0:2-Heimniederlage gegen Ambri folgte ein 7:0-Sieg in Davos. Beim höchsten Tigers-Erfolg seit Oktober 2010 (9:1 gegen Lugano) gelang dem Team von Heinz Ehlers im Abschluss alles, tags zuvor gegen die Tessiner – trotz guter Leistung – nichts.

 Mit einem weiteren Sieg am letzten Dienstag gegen Tabellenführer Biel hätten die Emmentaler den besten Saisonstart seit 1981, als sie letztmals vier der ersten sechs Partien gewonnen hatten, erreichen können. Doch am Ende stand gegen die Seeländer eine 3:5-Niederlage auf der Anzeigetafel. 1:0-Torschütze Raphael Kuonen fasste diese hinterher treffend zusammen. «Wir hatten ein super erstes Drittel und mit dem frühen Tor einen super Start ins zweite Drittel. Doch dann nahmen wir zu viele Strafen», so der Walliser. Tatsächlich leisteten sich die Tigers im Mitteldrittel innerhalb von zwölf Minuten fünf kleine Strafen, was ihren Rhythmus brach und dem Gegner die beiden wegweisenden Powerplay-Tore durch Captain Tschantré zum 2:1 und 3:1 ermöglichte.

 Dass der Bieler Doppeltorschütze nach der Partie von Glück sprach, dass sein Team das Startdrittel gegen starke Tigers schadlos überstanden hatte, ist für die Langnauer immerhin ein Trost, dass in dieser Saison bisher vieles richtig gemacht wird. Mit neun Punkten nach sechs Runden liegen sie im Fahrplan. Topskorer Pascal Berger sagt aber zurecht: «Wir müssen viel mehr Konstanz reinbringen.»

 Unrühmlich endete die Partie gegen Biel für Yannick Blaser, welcher nach einem harten Check gegen Damien Brunner 35 Sekunden vor Schluss einen Restausschluss kassierte. Sollte die Ligajustiz zum Schluss kommen, dass es sich dabei um einen Check gegen den Kopf handelte, droht «Wiederholungstäter» Blaser, welcher bisher am meisten Eiszeit aller Tigers-Spieler erhielt, eine längere Sperre.

 Weiter gehts für Langnau am Wochenende beim heimstarken Lugano (3 Spiele, 3 Siege) und zuhause gegen Fribourg, dessen Formkurve mit drei Siegen in Folge nach oben zeigt. Captain Pascal Berger fordert: «Wir müssen eine Reaktion auf die Niederlage gegen Biel zeigen.»

04.10.2018 :: Christoph Schär
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