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Kunstausstellung Trubschachen weckt Lust, mit neuen Augen zu schauen
Kunstausstellung Trubschachen weckt Lust, mit neuen Augen zu schauen Trubschachen: An der ersten Informationsveranstaltung zur 20. Kunstausstellung Trubschachen 2017 luden Oscar Kambly und Ruedi Trauffer ein, «mit neuen Augen zu schauen».
Den Kopf verführerisch zur Seite geneigt, den Blick nachdenklich nach unten gerichtet und einen grün schimmernden Hals offenlegend — so erscheint die Sängerin und Gitarristin Giulia Leonardi auf dem Ölgemälde von Ferdinand Hodler. Das Porträt dieser geheimnisvollen Schönen ist das Titelbild für die nächste Kunstausstellung Trubschachen, die vom 1. bis 23. Juli 2017 in beiden Schulhäusern stattfinden wird.
Jeder Mensch schaut anders. Unsere Augen sind geprägt von unserer Vergangenheit, unseren Wünschen und Abneigungen. Indem wir Kunst betrachten, begeben wir uns in eine besondere Schwingung, die unseren Blick verändert und die Grenzen unseres Wesens erweitert. Etwa so, wie wenn wir uns auf einem Spaziergang von der Schönheit der Natur berühren lassen. Dies sind Gedanken von Oscar Kambly, Präsident des Kulturvereins Trubschachen, zum Ausstellungstitel «Mit neuen Augen schauen».

Kunst mitten im Leben
Seit 1964 ist die Kunstausstellung Trubschachen zu einer beliebten und qualitativ hochstehenden Tradition geworden. Auch 2017 führt das Organisationsteam das Erfolgskonzept weiter. Kambly erläutert hierzu folgende Grundsätze: «In erster Linie geht es uns darum, Kunst mitten ins Leben zu bringen. Nebst dem, dass wir eine Brücke von vertrauter Schweizer Kunst mit berühmten Vertretern bis zur Gegenwart bauen, folgen wir unserem Herzen, so dass die Werke auch für das breite Publikum erschliesslich sind.» In einem reichhaltigen Vortrag mit zahlreichen Bildern gibt Ruedi Trauffer, der Leiter des Organisationsteams, einen Überblick über das Leben, Werk und Wirken der insgesamt zehn Künstler und sechs Künstlerinnen, die an der 20. Kunstausstellung vertreten sein werden.

Zerbrechlichkeit und Lebenslust
Als Höhepunkt kündigt er Ferdinand Hodler mit seinen Bildern von den Bergen des Berner Oberlandes an. Auch Giovanni Giacometti, dessen Exponate in der Turnhalle Hasenlehn zu sehen sein werden, zählt zweifellos zu den «grossen Ikonen». «Auf den naturalistischen Gemälden von Robert Zünd sind Bäume und Wälder die grossen Helden», erklärt Trauffer. Die starken Kontraste zwischen dunklen und hellen Flächen bewirken bei Zünd «ein Leuchten aus sich heraus». Auch Félix Vallotton malte lichterfüllte Landschaftsbilder, doch diese sind — im Gegensatz zu Zünd — «kulissenhaft und mit übersteigerten Farben komponiert», sagt Ruedi Trauffer. Unterschiedliche Auseinandersetzungen mit Körperlichkeit sind beim Bildhauer Schang Hutter und bei der Plastikerin Niki de Saint Phalle zu erwarten: Während bei Hutter die Zerbrechlichkeit im Fokus steht, strotzen die «Nanas» von Saint Phalle mit ihren üppigen Formen geradezu vor Lebenslust.
Die Lust auf Kunst hat diese Informationsveranstaltung jedenfalls bei den Anwesenden geweckt, denn es scheint, dass die Kunstausstellung Trubschachen auch im 2017 mit ihrer Vielseitigkeit unseren Blick einmal mehr erweitern und bereichern wird. 

Vortragsreihe: 31. Oktober 2016: Robert Zünd, Clara von Rappard. 17. November 2016: Ernest Biéler, Ferdinand Hodler. 1. Dezember 2016: Félix Vallotton, Giovanni Giacometti. 14. Dezember 2016: Louis Moilliet, Niki de Saint Phalle. 16. Januar 2017: Peter Moilliet (Sohn von Louis), Schang Hutter, Marly Schüpbach. 9. Februar 2017: Ueli Güdel, Hans Kohler, Mirjam Helfenberger. 28. Februar 2017: Pia Fries, Regine Ramseier. Jeweils um 20 Uhr im Schulhaus Hasenlehn, Trubschachen.
22.09.2016 :: Stephan Ruch
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