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Kunst aus dem Napfgebiet
Kunst aus dem Napfgebiet Trubschachen:

Michel Seiler, Besitzer des Mauerhoferhauses, eröffnete den frisch renovierten Gewölbekeller. An den Wänden hängen Bilder des Auswiler Künstlers Menel Rachdi.



Einst lagerten im Gewölbekeller des Mauerhoferhauses die mächtigen Emmentaler Käselaibe, bevor sie die Reise in die ganze Welt hinaus antraten. Heute hängen an den geschichtsträchtigen Wänden die Bilder des Auswiler Künstlers Menel Rachdi. Die Bilder und der Umbau sind Hand in Hand entstanden. Der Maler hatte während der Umbauarbeiten ein Atelier im Mauerhoferhaus. Immer wieder tauchten interessante Materialien wie alte Käsedeckel, antike Türen oder Wellbleche auf. Menel Rachdi hat diese bemalt und hat so die Geschichte des Mauerhoferhauses mit seiner Kunst vereint. 

«Napfionale Kunst»

«Meine Kunst ist Napfional», sagt Menel Rachdi schmunzelnd. Die mehr als 50 Bilder zeigen nämlich allesamt Sujets rund um den Napf. Eine Gegend, die ihn schon jahrelang magisch anzieht. «Der Napf ist für mich wie eine Sonne und die Chrächen und Gräben, welche von ihm ausgehen, wie die Sonnenstrahlen», beschreibt der Künstler. «Das beste Wort, welches mir zu dieser Region in den Sinn kommt, ist ‹würzig›», sagt Menel Rachdi. Als würzig könnte man auch seine Bilder bezeichnen. Mit kräftigen Farben und zum Teil grosszügigen Pinselstrichen leuchten sie von den Leinwänden oder eben von den alten Käsedeckeln.

Neue Kraft tanken

Die Arbeit an den Bildern rund um den Napf haben Menel Rachdi über eine grosse persönliche Krise hinweggeholfen. 2007 ist sein Atelier überflutet worden. Ein grosser Teil seiner Bilder wurde dadurch zerstört. Damit nicht genug! Im Februar 2010 ist das Depot, in dem er seine Bilder nach dem Hochwasser aufbewahrt hatte, abgebrannt. Dabei wurde fast sein gesamtes Lebenswerk zerstört. «Damals war ich wirklich am Tiefpunkt», erinnert sich der Künstler. «Die Arbeit an den Napfbildern hat mir wieder Kraft gegeben.»

 

Die Ausstellung ist bis am 23. Juli täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet. Der Künstler ist jeweils am Freitag und Samstag anwesend.



13.07.2017 :: Barbara Batdertscher
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