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Kambly expandiert nach Deutschland
Trubschachen: Kambly übernimmt die Feingebäckfabrikantin Tekrum in Deutschland. Die meisten Kambly-Biscuits sollen aber weiterhin in Trubschachen gebacken werden. 
Um weiterhin erfolgreich zu sein, müsse Kambly insbesondere im Exportmarkt wachsen können, sagte CEO Hans-Martin Wahlen letzte Woche vor den Medien. Gut 40 Prozent der 160 Millionen Franken Umsatz generiert das Unternehmen im Ausland. Bereits in den letzten Jahren machte der starke Franken dem Emmentaler Bis­cuitfabrikanten zu schaffen. Nun hat Kambly einen erfolgsversprechenden Weg gefunden: mit der Übernahme der nördlich vom Bodensee gelegenen Ravensburger Feinbäckerei «Conditorei Tekrum» will sich das Emmentaler Unternehmen neue Wachstumsfelder erschliessen. Damit lege das Familienunternehmen eine gute Basis für die vierte Generation. Diese wird verkörpert durch Dania Kambly, Tochter der heutigen Inhaber, Oscar A. und Ursula Kambly.
Die Feinbäckerei «Conditorei Tekrum» ist seit 2007 ganz im Besitz der Griesson-de Beukelaer. Diese besitzt nebst Tekrum vier weitere Fabriken  und ist spezialisiert auf Massenproduktion. Dort passe die Feinbäckerei mit ihren Premiumprodukten nicht mehr  in die Strategie.   Ein Glücksfall für Kambly, wie Wahlen betonte. Das Werk in Ravensburg mit – je nach Saison 150 bis 200 Mitarbeitenden – verfüge über moderne Produktionsanlagen. «Kambly erwirbt mit dem neuen Standort zusätzliche Kapazitäten, ergänzende Technologien und erweiterten Marktzugang. »

Was bedeutet dies für Trubschachen?
Was bedeuten die zusätzlichen Kapazitäten in Deutschland für den Standort Trubschachen? Nein, die Produktion werde nun nicht in grossem Masse nach Deutschland abgezogen, versicherte Wahlen. Alle Biscuits für die Schweiz und auch der hauptsächliche Teil für den Export würden weiterhin im Emmental gebacken und die 380 Stellen in Trubschachen erhalten. Das zusätzliche Wachstum durch den Erwerb der Conditorei Tekrum solle zu deren Sicherung beitragen.
Die Übernahme soll auf Anfang 2017 erfolgen. Bereits ab dem kommenden Jahr wollen die beiden Unternehmen aber eine enge Zusammen-sarbeit eingehen.
24.12.2015 :: jhk.
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