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Kaländerblettli mit Rezäpt druffe
Kaländerblettli mit Rezäpt druffe

Vor nes paar Jahre hani einisch es Kuvert vou Zeddle übercho zum Uswärte. Die sy guet datiert gsy, wüus o Kaländerbletter drinn het gha miteme Datum um 1900. Uf dene Bletter isch e Vorschlag druf gsy, was me hüt chönnt choche. Zum Byspiu am 2. Mei 1898: Hüt z Mittag söu me e Fleischsuppe mit Teigklössli mache, drna Lammgottlettli mit grüene Spargle u drzue no Chaubschopf u Bletterteigbrötli u zum Dessär Griespudding mit Chirschisosse. 

Chaubschopf isch us dr Mode cho, aber woni z Schueu bi, hets das bi üs no öppe gää. Chirschisosse isch denn äue us Konsärve gmacht worde. Bsungersch Frücht het me gärn ygmacht. Mini Grossmueter im Basupiet het früecher sogar ds Fleisch ykochet u i d Gleser ygfüeut. Hie im Ämmitau het me ds Fleisch gröicheret u nid ychochet. 

Die Kaländerzeddle sy ganz guet gmacht, ds Rezäpt uf der Hingersyte isch gäng für e nächscht Tag. Füre 15. Jäner 1898 isch das Menü vorgschlage worde: Zersch a Tapioccasuppe. Was isch das? Das isch offebar e Wurzle us Afrika, wo me so zu Chrügeli verarbeitet u de chame die i d Suppe tue. So exotisch isch d Chuchi im 1898 scho gsy! 

Weme das z Bärn nid hät chönne choufe, wär das äue o nid uf em Kaländerblatt. Wär nid gärn Tapioccasuppe het, hie häts no grad öppis angersch: Linsesuppe mit Söirüssu, auso mit Gnagi.
O no Surchabis wär uf em Programm gsy, dert mit Läbere-Chrügeli drzue. 

Schoggipudding isch am 15. Jäner ds Dessär gsy! Schoggolaa het me denn fasch nume aus Pulver kennt. 60 Gramm settigs Pulver, 90 Gramm Zucker, 125 Gramm Gries, e Liter Miuch, e chly Vanill – das isch aues. Das Gaggo-Pulver muess me mit e chly Wasser, em Zucker u dr Vanille uf em Füür aarüehre u de gäng e chly Miuch drzue gä. Wes fat afe choche, ds Gries drzue tue. U när: rüehre, rüehre, rüehre. Die Sach chunnt drnah ine Form u de la uschüele bis es styf wird. Mir sy ja im Jäner u de geit das o ohni Chüeuschrank!

22.11.2018 :: Hans Minder, Lokalhistoriker
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