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Kälte: Weniger Stände und Besucher
Kälte: Weniger Stände und Besucher Langnau:

Normalerweise stehen am Markttag rund 170 Stände im Dorfkern. Vergangenen Mittwoch hielten die frostigen Temperaturen die Markthändler wie auch die Besucher fern.

Stell dir vor, es ist Märit, und keiner geht hin. So geschehen am vergangenen Mittwoch, dem traditionellen Markttag in Langnau. «Wegen der sibirischen Kälte haben von den angemeldeten 170 Marktfahrern zirka 50 kurzfristig abgesagt. Das gab es noch nie», stellt Marktchef Markus Fankhauser fest. Die Marktreibenden befürchteten, dass sich bei diesen eisigen Temperaturen kaum Besucher in den Dorfkern verirren würden. «Dazu kam, dass die Verkäufer kaum eine Möglichkeit hatten, sich vor der Kälte zu schützen. Elektrische Öfen sind nicht gestattet, da diese das Stromnetz überlasten würden.» Und tatsächlich kamen deutlich weniger Besucher an den Märit als üblich. «Die Verkäufer erlitten grosse Einbussen und konnten teilweise kaum die Standgebühren herausholen», bedauert Fankhauser. 

So kalt war es noch nie am Markt

«Warum haben wir uns das bloss angetan?», sagte Marktfahrer Werner Stöckli seufzend und rieb sich die Hände. Kunden blieben heute kaum vor seinem Spielwarenstand stehen. «Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals bei minus 14 Grad an einem Markt waren», berichtete Stöckli, der seit 30 Jahren zusammen mit seiner Frau Silvia und dem Sohn Reto an Märkte wie den Langnau-Märit fährt. «Ich verstehe jeden, der sich kurzfris­tig entschlossen hat, zuhause zu bleiben.» Glücklicherweise seien sie zu dritt am Stand, so könne sich immer eine Person aufwärmen gehen. 

Für Markus Fankhauser war es der erste Märit, den er als neuer Marktchef organisierte. «Die Anzahl der Markttreibenden und Besucher ist seit Jahren stabil. ‹Meinen› ersten Märit mit vielen Lücken und leeren Marktständen zu erleben, war nicht schön», sagte Fankhauser. Einige Händler, die zuerst gezögert hätten, entschieden sich dann doch noch zu kommen – um ihn als neuen Marktverantwortlichen zu unterstützen. Das habe ihn sehr gefreut. «Die Standplätze für den Markttag im April sind bereits ausgebucht, so einen Einbruch wird es hoffentlich nie mehr geben.»  

08.03.2018 :: Veruschka Jonutis / Jakob Hofstetter
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