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Jubel und Lobpreis zum Muttertag
Konolfingen:

 Der Kirchenchor Konolfingen stellte in den Mittelpunkt seines Konzertes drei festliche Kompositionen zur Verherrlichung und Anbetung Marias, der heiligen Gottesmutter.

Zu Beginn erklang das achtstimmige «Ave Maria» von Felix Mendelssohn. Er schrieb dieses erste religiöse Werk als 21-Jähriger im katholischen Wien, auf einer mehrjährigen Reise durch halb Europa. Der gewaltige, dicht komponierte Mittelsatz verrät deutlich, wen er als seinen grossen Lehrmeister bewunderte: Da weht Bachscher Geist! Im zweiten Werk – einem Ausschnitt aus einer Marien-Litanei von W. A. Mozart – glänzte das famose Solistenquartett (Rebekka Maeder, Astrid Pfarrer, Michael Feyfar, Wolf Latzel) durch Strahlkraft und Ausgeglichenheit. Als Mozart dieses Werk schrieb, stand er als 18-Jähriger noch im Dienste des Erzbischofs von Salzburg, und man kann sich gut vorstellen, dass dieses konzertante Bittgebet an die Gottesmutter in der barocken Pracht des mächtigen Salzburger Domes zum ersten Mal erklungen ist.

Von überirdischer Schönheit

Das Hauptwerk des Abends war zweifellos die «Marienmesse» von Joseph Haydn. Noch einmal erfreuten – neben der Brillanz und der makellosen Präsenz des Chores – die Solistinnen und Solisten: im «Credo» mit den eindringlichen Darstellungen des Christuslebens oder im «Benedictus», einem Werk von überirdischer Schönheit. 

Der eigentliche Solist der Haydn-Messe, die auch den Titel «Grosse Orgelmesse» trägt, war aber Heinz Balli, der seit seiner Pensionierung als Münsterorganist im Dienst der Kirchgemeinde Konolfingen steht. Bei der Uraufführung übernahm einst der Komponist selber diesen virtuosen Orgelpart. Zwei Waldhörner und zwei Englischhörner ergänzten in Konolfingen das begleitende Streicher-ensemble und schufen eine zarte, innige Festlichkeit.

Einstimmung auf den Frühling

In die Mitte des Programms stellte der Dirigent zwei Werke, die die Blütenherrlichkeit des Frühlings in Töne setzten und besangen. Im Chorlied «Frühlingsahnung» von Mendelssohn überraschte der Chor durch Reinheit und Gestaltungskraft. Im Blumenwalzer aus der «Nussknacker-Suite» von Piotr Tschaikowski brillierte das sonst zurückhaltend begleitende Streicher-ensemble mit Spielfreude und neckischem Witz.

Peter Knecht befruchtet und belebt seit vielen Jahrzehnten mit unverminderter Energie und Begeisterung das Musikleben von Konolfingen in den unterschiedlichsten Sparten. Der gepflegte Chorklang des Kirchenchores ist eines der schönen Zeugnisse seiner ausdauernden Arbeit. 

17.05.2018 :: rtt.
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