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Joel Wicki ist einer von drei Siegern
Joel Wicki ist einer von drei Siegern Schwingen:

 

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Diese Weisheit traf am Innerschweizerischen nur bedingt zu. Am Ende jubelten nämlich sogar drei Festsieger.


Joel Wicki und Christian Stucki teilten sich die Punkte in einem arrivierten Schlussgang vor 12’500 Zuschauern in der ausverkauften Rottal-Arena von Ruswil. Vorab war es der 21-jährige Sörenberger, welcher die Initiative übernahm, den Unspunnensieger dabei mehrmals arg ins Wanken brachte, den angestrebten Sieg jedoch nicht realisieren konnte. Seine Arbeit wurde mit einer Differenzierung belohnt, womit er dank des zusätzlichen Viertelpunktes zum führenden Berner aufschliessen konnte. Da zuvor bereits Christian Schuler seinen letzten Gang mit einem Plattwurf siegreich gestaltete, jubelten am Schluss gar drei Festsieger.

Den Siegermuni musste der einheimische Luzerner jedoch dem Gast aus dem Bernbiet im Rang 1a überlassen. Dies auf Grund der Regel, da in den geraden Jahren bei der totalen Punktegleichheit die Reihenfolge im Alpha-bet von vorne nach hinten zum Zuge kommt. 

Wicki mit Sieg über König Sempach

Bereits zum Auftakt wurde den Zuschauern viel Spektakel geboten. Dabei gab es viele Entscheidungen, was nicht üblich ist bei Grossanlässen. Die Innerschweizer hielten die starken Gästeschwinger mehrheitlich im Griff. 

Die Vertreter aus dem Bernbiet starteten unterschiedlich. Während Christian Stucki Andi Imhof platt bodigte, stellte Florian Gnägi gegen Sven Schurtenberger. 

Der Dritte im Bunde, Schwingerkönig Matthias Sempach, musste gegen Joel Wicki gar als Verlierer vom Platz. Wicki konnte in einem offen-siven Schlagabtausch einen Übersprungversuch des Berners abfangen, brachte den König in Bedrängnis und vollendete auf eindrückliche Art und Weise dank seiner einwandfreien Bodentechnik zum gültigen Resultat. 

Sempach ohne Kranz

Während Wicki seinen Siegeszug fortsetzte, verabschiedete sich Sempach früh aus der Entscheidung. Der 32-Jährige kam nach seiner langen Verletzungspause, ein Bandscheibenvorfall setzte ihn fast zwei Monate ausser Gefecht, nie richtig in Fahrt und verpasste am Schluss gar die Kranzränge. 

Traumfinale bahnt sich schon früh an 

Der Kampf um den Schlussgang verlief hingegen so, wie es sich bereits am Morgen angedeutet hatte. Christian Stucki und Joel Wicki gaben sich am Nachmittag weiter keine Blösse und gewannen all ihre Gänge souverän. Der Berner Hühne bodigte dabei jeweils im ersten Zug seine beiden Herausforderer Reto Nötzli und Marcel Bieri. Wicki seinerseits wusste seine Kräfte ebenfalls klug einzuteilen und feierte gegen Martin Zimmermann und Benji vo Ah ebenfalls zwei Blitzsiege. Und so kam es zum grossen Finale, das sich die meisten Zuschauer bereits im Vorfeld gewünscht hatten.

Gnägi komplettiert Kranzsammlung

Florian Gnägi konnte seinen persönlichen Wunsch ebenfalls erfüllen. Vor Jahresfrist musste der Seeländer nach dem ersten Gang bereits verletzt aufgeben. Nun hat es mit dem Kranzgewinn am Innerschweizerischen dennoch geklappt. Somit ist Gnägi nun auch in Besitz sämtlicher Berg-und Teilverbandskränze. 

05.07.2018 :: René Willener
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