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Ja, ja, die liebe Zeit
Ja, ja, die liebe Zeit

«Ich habe keine Zeit» und «ich bin

im Stress» – diese Aussagen gehören heute genauso zum Wortschatz wie «cool», «geil» und «Feedback». – «Ke Zyt» hört man nicht nur bei Arbeitskollegen oder bei Vereinsmitgliedern. Auch Pensionierte, Kinder und Jugendliche sind dauernd im Stress.
Warum? Klar ist ein Jugendlicher heute in gewisser Weise mehr unter Druck als frühere Generationen. Dieser Druck wird von Eltern, Lehrmeistern, Lehrern, Trainern und der immer schneller werdenden technischen und medialen Entwicklung erzeugt und hoch gehalten. 

Die grössten Stressfaktoren sind aber der eigene Anspruch, der selbst erzeugte Druck und dass wir die Prioritäten falsch setzen. Warum können wir nicht einfach mal Nein sagen? Warum haben wir das Gefühl, überall dabei sein zu müssen? 

Bei der Arbeit sind wir meist gut -organisiert und strukturiert. Im Privatleben ist dies aber oft nicht der Fall. Da will man möglichst auf jeden Zug aufspringen, gleich mehreren Hobbys frönen, nichts verpassen.
Irgendwie ist es sexy, im Stress zu sein. Man könnte meinen, wer nicht im Stress ist, macht etwas falsch. Glauben Sie das ja nicht! Sagen Sie das nächste Mal, wenn es ums Thema Stress oder Zeitnot geht: «Ich habe genügend Zeit», und Sie werden erstaunte Blicke ihrer Gesprächspartner ernten.

Ich könnte hier noch viel schreiben, aber ich habe 48 WhatsApp-Nachrichten, viele Statusmeldungen und 14 Push-Mitteilungen verpasst. Nun werde ich kribbelig und «muss» die vielen «Wichtigkeiten» sofort anschauen. – Somit bleibt mir nichts anderes übrig als Ihnen, sehr geschätzte Leserinnen und Leser, ganz aufrichtig ein gutes und bewusstes Einteilen Ihrer Zeit im 2019 zu wünschen. Auch wünsche ich Ihnen möglichst wenig Stress (ob fremd- oder hausgemacht), angenehme Vorgesetzte, tolerante Nachbarn, freundliche Mitarbeiter und Kunden, viele Quellen der Erholung, Zufriedenheit und Erfolg. Das Wichtigste aber ist gute Gesundheit und Zeit für alles, was Spass macht. 

 

28.12.2018 :: thl
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