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«In Zug gibt es mehr Möglichkeiten»
«In Zug gibt es mehr Möglichkeiten» SCL Tigers:

Im Frühling verliessen Yannick-Lennart Albrecht und Miro Zryd Langnau und wechselten zum EV Zug. Morgen kehren sie mit ihrem neuen Verein in die Ilfishalle zurück.

Wenn die SCL Tigers morgen Leader Zug zum Spitzenkampf empfangen, wird das für zwei Spieler der Gäste ein ganz besonderer Moment sein. Stürmer Yannick-Lennart Albrecht und Verteidiger Miro Zryd standen bis Ende letzter Saison bei Langnau unter Vertrag und werden nun erstmals als Gegner der Tigers in die Ilfishalle kommen. Für Zryd, welcher beim ersten Duell Mitte Oktober in Zug wegen einer Schulterverletzung fehlte, ist es das erste Spiel überhaupt gegen den Ex-Verein. Entsprechend gross ist die Vorfreude beim Adelbodner. «Das wird sicher cool und ich bin wirklich gespannt, wie es sein wird, mit einer Auswärtsmannschaft in dieser Halle zu spielen», so der 24-Jährige. Auch der um ein halbes Jahr ältere Albrecht sagt: «Ich freue mich sehr auf die Rückkehr. Langnau spielt eine super Saison und es wird schwierig für uns, wenn sie so solid stehen wie in den bisherigen Partien.»

Sowohl Albrecht, der schon mit 15 Jahren in den Tigers-Nachwuchs kam und total neun Jahre in Langnau verbrachte, wie auch Zryd, der fünf Jahre für den SCL verteidigte, begründeten ihren Abgang aus dem Emmental damit, beim regelmässigen Playoff-Teilnehmer Zug einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung machen zu können. Vor allem Miro Zryd ist das bisher sehr gut gelungen. Der Berner Oberländer erlebte einen wahren Traumstart, lieferte in den ersten beiden Meisterschaftsspielen gleich vier Torvorlagen und durfte danach eine Zeit lang den Topskorer-Helm tragen. Mittlerweile steht er bei zehn Assists, was er zuvor in Langnau in der Qualifikation nie erreicht hatte. Zudem wird er regelmässig im Powerplay eingesetzt. Doch geschenkt wurde ihm das alles nicht. «Mir war bewusst, dass ich um jede Minute Eiszeit kämpfen muss», so Zryd. Diesbezüglich würden die gleichen Regeln wie zuvor unter Heinz Ehlers gelten. «Wenn ich gute Leistungen zeige, bekomme ich mehr Eiszeit. Wenn nicht, dann spiele ich weniger.»

 

Keine Geschenke für die Tigers

Noch härter ist der interne Konkurrenzkampf für Yannick Albrecht. «Wir haben in der Offensive so viel Talent, dass es klar war, dass ich hinten anstehen muss», sagt er. «Zudem war mir bewusst, dass ich in Zug eine defensivere Rolle haben werde als in Langnau, wo ich häufig auch im Powerplay eingesetzt wurde.» Deshalb beunruhigt ihn seine eher bescheidene Ausbeute von sechs Skorerpunkten nicht sonderlich. «Ich nehme die Rolle an, welche mir der Trainer gibt. Wichtig ist, dass wir mit vier Linien Dampf machen können und mit dem Team Erfolg haben.» Nach dem Hauptunterschied zwischen den Tigers und dem EVZ befragt, sagt Miro Zryd: «Ich würde nicht sagen, dass es in Zug professioneller ist, aber es gibt hier schon mehr Möglichkeiten.» Ein Beispiel? «Im Training sind fünf Trainer dabei, in Langnau waren es nur zwei. So erhalten wir Spieler viel direkter Rückmeldungen.»

Neben dem Sport absolvieren beide ein Fernstudium in Wirtschaft, welches sie bereits zu Langnauer Zeiten begonnen haben. In der neuen Heimat haben sie sich gut eingelebt, Albrecht in Steinhausen und Zryd in Baar, beide Orte liegen unmittelbar neben Zug. «Wie in Langnau kann man sich auch hier gut mit dem Velo fortbewegen», sagt Zryd. Und Albrecht hat vor allem einen Vorteil gegenüber dem Standort Langnau ausgemacht. «Man lebt hier sehr zentral und ist schnell in Zürich oder Luzern. Man muss nicht eine halbe Stunde fahren, bis man auf der Autobahn ist.» So sehr sich die beiden auf die Rückkehr ins Emmental freuen, Geschenke werden sie den Tigers keine machen. «Ich hoffe, dass ihr Hoch nicht gerade am Freitag gegen uns weitergeht», sagt Miro Zryd augenzwinkernd.

29.11.2018 :: Christoph Schär
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