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In Langnau heisst es «Warten auf DiDo»
In Langnau heisst es «Warten auf DiDo» SCL Tigers:

Im weltbekannten Theaterstück des irischen Schriftstellers Samuel Becket, «Warten auf Godot», verbringen zwei Landstreicher ihre Zeit damit, auf Godot zu warten.

Sie wissen nicht, wann und ob dieser nicht näher definierte Godot überhaupt jemals auftauchen wird. So ähnlich verhält es sich derzeit bei den SCL Tigers. Nur heisst das Stück dort «Warten auf DiDo». Der erste Teil dieses «Theaters» wurde bereits im Februar aufgeführt. Aus heiterem Himmel informierte der damalige Topskorer Chris DiDomenico den Verein, dass er ein Angebot aus der NHL erhalten habe und er auf der Stelle nach Ottawa wechseln wolle. Nach langen Diskussionen und immer heftiger werdendem Drängen des Kanadiers, gab die Clubleitung der Langnauer schliesslich nach und liess den 28-Jährigen ziehen.

Sieben Monate später ist der Name DiDomenico im Umfeld der SCL Tigers wieder omnipräsent. Der Stürmer hat sich in der NHL erwartungsgemäss nicht durchgesetzt und wurde von Ex-SCB-Trainer Guy Boucher am letzten Freitag erst auf die Waiver-Liste gesetzt und 24 Stunden später – weil kein Interesse eines anderen Teams vorlag – ins AHL-Farmteam verbannt. Die Frage ist, ob sich der ehemalige Langnauer Publikumsliebling die oft stundenlangen Busreisen, die Lohneinbusse von mehr als 400'000 Dollar und die harte Spielweise in der AHL auf Dauer antun will. Er hat bereits angetönt, dass er einer Rückkehr nach Langnau nicht
abgeneigt wäre.

Und Tigers-Verwaltungsratsmitglied Karl Brügger sagt: «Wir haben uns im Vorstand einstimmig für eine Verpflichtung von Chris DiDomenico ausgesprochen, das Finanzielle ist bereits geklärt. Jetzt muss Sportchef Reber entscheiden, ob der Transfer möglich ist und ob er sportlich auch Sinn macht.»

 Der angesprochene Jörg Reber sagt dazu: «Wir stehen in Kontakt mit ihm und seinem Agenten. Fakt ist, dass DiDomenico in Ottawa einen gültigen Vertrag hat. So lange dieser nicht aufgelöst ist, können wir nichts machen.» Ein konkretes Angebot haben die Tigers bis Redaktionsschluss nicht abgegeben. Der Puck liegt beim Spieler. So lange heisst es in Langnau weiter: «Warten auf DiDo».

 

28.09.2017 :: Christoph Schär
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