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«Ich werde nicht mehr gleich nervös»
«Ich werde nicht mehr gleich nervös» SCL Tigers:

Im Herbst ging Damiano Ciaccio hinter Ivars Punnenovs als Goalie Nummer 2 in die Saison. Mittlerweile ist er einer der Hauptverantwortlichen für den Erfolg des Teams.

«Hervorragend», sagt Sportchef Bayer, «sehr gut» Trainer Ehlers und die Zeitung «Blick» attestiert ihm sogar die «Form seines Lebens». TigersGoalie Damiano Ciaccio wird derzeit mit Lob überhäuft. Dem bodenständigen 29-Jährigen ist der Rummel um seine Person etwas suspekt, als Held sieht er sich schon gar nicht. «Aber es ist sicher besser wenn man gelobt wird, als wenn es anders wäre», sagt er mit einem Lächeln.

Die wohlwollenden Bekundungen hat sich der am 10. Februar 30-jährig werdende Ciaccio verdient. Gegen Biel (4:0) und Freiburg (3:1) wehrte er am letzten Wochenende 71 von 72 Schüssen ab und hatte damit massgebenden Anteil an den beiden so wichtigen Siegen. Gegen die Seeländer schrieb er zudem ein Stück Vereinsgeschichte, als er bereits zum fünften Mal in dieser Saison ohne Gegentreffer blieb. Fünf Shutouts in einer Saison gelangen zuvor in der NLA erst einem Langnauer Goalie: Benjamin Conz in der bisher einzigen Playoff-Saison 2010/11. Diese Tatsache ist Ciaccio ebenso wenig präsent, wie jene, dass er in der NLB mit La Chaux-de-Fonds vor sechs Jahren bereits einmal fünf Shutouts in einer Saison erreichte. «Natürlich schaut man sich solche Statistiken ein wenig an, aber man legt nicht den Fokus darauf», sagt er.

 

Immer fokussiert sein

So gut es Damiano Ciaccio derzeit auch läuft, abgezeichnet hat sich diese Entwicklung keineswegs. Sein «Konkurrent» Ivars Punnenovs hatte sich letzte Saison mit starken Leistungen den Status als Nummer 1 erarbeitet und startete im Herbst auch als solche in die neue Meisterschaft. «Ich bin nicht mehr 20 und werde wegen solchen Sachen gleich nervös oder böse», blickt Ciaccio zurück. «Man muss solche Situationen annehmen und daran wachsen. Ich blieb ruhig und habe einfach noch härter gearbeitet.» Und das zahlt sich nun aus. Denn der 1,91 Meter grosse Keeper hat den Platz zwischen den Pfosten nicht nur übernommen, weil Punnenovs mit einer Verletzung bis Ende Saison ausser Gefecht gesetzt ist. «Er hat auch schon davor sehr gut gespielt», sagt Trainer Ehlers.

Durch den Ausfall von Punnenovs, für den Viktor Östlund als Ersatz geholt wurde, ist Ciaccio im Tor gesetzt. Ändern tut das für ihn aber nichts. «Ich trainiere und spiele genau gleich wie vorher», sagt er. «Man muss sowieso immer fokussiert sein, egal ob man weiss, ob man spielt oder nicht. Ich weiss, wie ich das mental handhaben muss.»

 

Vertragsverlängerung nie bereut

Der Neuenburger wird auch in Zukunft im Emmental spielen, er hat seinen Vertrag – wie Ivars Punnenovs – schon früh um zwei Jahre verlängert. Zum Zeitpunkt der Unterschrift waren die Goalie-Positionen der Zukunft bei anderen Vereinen wie Bern, Lugano oder Davos noch nicht geregelt. Bereut es Ciaccio nach den zuletzt guten Leistungen etwa, schon so früh unterschrieben und sich damit andere Optionen verbaut zu haben? «Nein, überhaupt nicht», sagt Langnaus Mann der Stunde ohne zu zögern. «Ich fühle mich sehr wohl hier und die Zusammenarbeit mit Goalie-Trainer Dusan Sidor ist sehr gut. Deshalb war es für mich keine Frage, dass ich hier bleiben werde.»

Nach dem Aufstieg 2015 könnte Damiano Ciaccio mit einer allfälligen Playoff-Qualifikation endgültig zur Tigers-Legende werden. Das ist jedoch nichts, worüber er, der nur ungern über sich selber spricht, sich Gedanken machen würde. Für ihn zählt nur das Team. Und dieses braucht weiterhin Punkte. «Wenn in der Tabelle alles so nahe zusammenliegt wie jetzt, gibt es gar nichts anderes als weiter zu gewinnen», sagt er. Seine Playoff-Rechnung ist einfach: «In jedem Spiel punkten, dann kommt es gut.» 

17.01.2019 :: Christoph Schär
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