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«Ich schätze mich sehr glücklich: meine Leidenschaft ist meine Arbeit»
«Ich schätze mich sehr glücklich: meine Leidenschaft ist meine Arbeit» Tanzen:

Kapstad, Berlin, Sumiswald. Letzte Woche beehrte der mehrfache Choreographie-Weltmeister Hope Maimane eine Gruppe Emmentaler Tänzerinnen mit einem Training.

Das Tanz-Training war letzten Mittwoch wohl etwas intensiver als sonst.  Statt Béatrice Bichsel leitete ein ganz besonderer Tänzer und Choreograph das Training der LB Dance Company im Forum Sumiswald. Kein geringerer als einer der derzeit besten und gefragtesten Choreographen, Hope Maimane. «Tanzen ist eine Lebensart und mein Lebensstil. Ich tanze, weil ich es gerne mache, Talent habe und weil ich einfach muss», erklärt der Südafrikaner, wie er seine Passion zum Beruf machte. Und das obwohl er, der sein Alter partout nicht preisgeben möchte, dereinst mit 18 Jahren gegen seinen Willen von einer Freundin zum Tanzen überredet wurde. «Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich für die Ausübung meiner Leidenschaft auch noch bezahlt werde.» 

 

Glück und harte Arbeit

Vor dem Training hatten die Tänzerinnen, allen voran Lyn Röthlisberger, die Gelegenheit mit Hope Maimane zu plaudern. Wie er denn zu seinem Erfolg gekommen sei, wollte die Sumiswaldner Tänzerin, die sich selber auch schon im Choreographieren versucht hat und Hope Maimane von ihrer Teilnahme an internationalen Wettkämpfen kennt und ihn überzeugen konnte nach Sumiswald zu kommen, wissen. «In diesem Zusammenhang spreche ich nicht gerne von Glück – denn Glück suggeriert man hätte nichts leisten müssen – aber ganz klar, mein Team und ich haben sehr hart gearbeitet und arbeiten immer noch und immer wieder sehr intensiv. Aber zu einem Teil hatten wir oder ich natürlich auch Glück». Dank dem, dass er seine Leidenschaft leben könne, brauche er weder Pausen noch Ferien, sagt der Tänzer. «Ich fühle mich sehr privilegiert, in der Welt herumreisen zu dürfen, Menschen und deren Geschichten kennenlernen zu dürfen, mich inspirieren zu lassen und eben tanzen zu dürfen». Das sei auch gleichzeitig seine Inspirations-Quelle für die Choreographien, die er für international antretende Tanzgruppen aus über 24 Ländern geschrieben habe.

 

Weltstar in Sumiswald

Normalerweise schreibt Hope Maimane, der als der Roger Federer unter den Choreographen gilt, Tänze für Tänzerinnen und Tänzer auf höchsten, professionellen Niveau. Dass er sich Zeit nimmt zwischen Aufträgen in Berlin und Schweden, ist den guten Beziehungen von Béatrice Bichsel und Lyn Röthlisberger zu verdanken. Schon 2017 war der Super-Choreograph einmal in Sumiswald zu Gast. Doch auch dieses Mal reichte es nicht zu mehr als einer kurzen Stippvisite und einem Training mit dem Versprechen, wiederzukommen. Und während der Spitzentänzer schon im nächsten Training seine Schützlinge begeistert, lodert in Sumiswald wohl das Hope-Maimane-Feuer in den Tänzerinnen noch eine Weile länger, als der Muskelkater nach dem intensiven Training. 

17.01.2019 :: Olivia Portmann
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