Anmelden
«Ich hatte Glück im Unglück»
«Ich hatte Glück im Unglück» SCL Tigers:

Am Freitag trifft Benjamin Neukom mit Langnau auf seinen Ex-Klub Freiburg. Der Stürmer ist ein harter Arbeiter und darum für die Tigers so wertvoll.

Benjamin Neukom gehört zu jenen Eishockeyspielern, welche nur selten gross auffallen, dafür aber zuverlässig ihren Job verrichten. Eine Sorte, ganz nach dem Geschmack von Trainer Heinz Ehlers. Seine Spielweise beschreibt der Stürmer selber so: «Ich denke, ich bin ein Allrounder. Einer, der in jedem Spiel Vollgas gibt, Checks macht und Pucks ausgräbt.» Langnaus Nummer 36 auf seine physische Spielweise zu reduzieren wäre jedoch unfair. Denn der Ostschweizer, welcher auf diese Saison hin aus Freiburg ins Emmental kam, weiss schon auch, wo das gegnerische Tor steht. Am letzten Wochenende erzielte er gegen Ambri und Kloten seine Saisontore fünf und sechs. Trotzdem sagt Neukom: «Es könnten auch ein paar mehr sein, ich habe in dieser Saison bisher viele Möglichkeiten gehabt.» Dass der Flügelspieler nach zwei Saisons in der Westschweiz in Langnau gelandet ist, begründet er so: «Ich suchte eine neue Herausforderung und führte gute Gespräche mit Heinz.» Mit Heinz ist Trainer Ehlers gemeint, welcher in der Saison 2011/12, als Neukom von Rapperswil für 21 Partien nach Langenthal ausgeliehen wurde, schon einmal sein Trainer war. Obwohl er den Coach also schon kannte, war Neukom nach dem Wechsel zu den Tigers vom fordernden Trainer anfangs etwas überrascht. «Ich hatte ihn ehrlich gesagt nicht mehr so in Erinnerung.» Der Däne sei zwar manchmal schon etwas hart, aber «es tut uns gut, dass einer sagt, wo es langgeht.» Morgen Freitag trifft Benjamin Neukom mit den SCL Tigers auf seinen Ex-Klub Freiburg. Eine spezielle Partie für ihn. «Mit Spielern wie Kienzle, Schmutz oder Rathgeb stehe ich nach wie vor inKontakt, deshalb spiele ich immer gerne gegen Gottéron», sagt er. Weil seine Freundin zudem aus der Zähringerstadt stammt, reist er nach wie vor regelmässig dorthin. Ebenso wie nach Rapperswil, wo er aufgewachsen ist, seine gesamte Juniorenzeit verbracht hat und mit 18 Jahren für die Lakers erstmals in der NLA spielte und dem Verein bis zum Abstieg 2015 die Treue hielt. Die Verbundenheit zu seiner Heimatstadt dokumentiert ein Tattoo auf dem linken Oberarm: Drei Rosen als Symbol für die Rosenstadt Rapperswil. Ein Andenken der anderen Art trägt Neukom unter dem linken Auge. Vor einem Monat, bei der 3:5-Niederlage gegen Lausanne, wurde er von der Schlittschuhkufe des stürzenden Mitspielers Federico Lardi im Gesicht getroffen. Die Narbe ist auch Wochen später noch erschreckend. «Wobei es mittlerweile schon wieder besser aussieht», wie Neukom festhält. «Als ich die Wunde erstmals im Spiegel sah, wurde mir aber schon etwas mulmig.» Er ist sich aber bewusst: «Ich hatte Glück im Unglück. Ein Zentimeter daneben und es hätte das Auge getroffen.»

Bleibt zu hoffen, dass auch seine morgige Rückkehr nach Freiburg nicht ins Auge geht.



14.12.2017 :: Christoph Schär
Meistgelesene Artikel
«Eine aufwändige, aber schöne Arbeit»
Herbligen: Thailändische Küche im Kiesental: Zwei Frauen gründeten auf einem Bauernhof eine...
Einige scheinen noch zu schlafen. Andere sind wach und mehr oder minder geschäftig. Am...
Spektakel vor dem Schloss
Oberdiessbach: Mitglieder der Brass Band Oberdiessbach spielten vor der Kulisse des Schlosses einen Krimi....
Verschideni Vögu u när es Dessär
Es het im Buech o e ganzi Reihe vo Rezäpft für Gflügu. Nid so wie hüt, wos...
«Die Köhlerei soll nicht vergessen gehen»
Trubschachen: Am Fest «Läbigs Bruuchtum» können alte und traditionelle Handwerke...
Wochen-Zeitung
Brennerstrasse 7
3550 Langnau i. E.
Tel. 034 409 40 01
Fax 034 409 40 09
info@wochen-zeitung.ch
Redaktion: 034 409 40 05
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07:30 - 12:00 Uhr
13:30 - 17:00 Uhr