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Hans Rudolf Vogt tritt nicht mehr an
Oberdiessbach: Nach 16 Jahren im Amt tritt Gemeindepräsident Hans Rudolf Vogt bei den Gemeindewahlen im Herbst nicht mehr an. Im Grossen Rat möchte er aber weiter politisieren. 
Dass Hans Rudolf Vogt (FDP) 16 Jahre als Gemeindepräsident von Oberdiessbach amtete, ist aussergewöhnlich. Nicht nur, weil dies eine lange Zeit ist. Eigentlich hätte Vogt vor vier Jahren wegen Amtszeitbeschränkung nicht mehr antreten dürfen; zwölf Jahre sind das Maximum. Doch weil durch die Fusion mit Aeschlen 2010 eine neue Gemeinde entstand und damit neue Reglemente in Kraft traten, begannen alle Legislaturen von vorne. Somit könnte Hans Rudolf Vogt sogar nochmals vier Jahre anhängen. Das will er aber nicht. «Ich war zuvor bereits zehn Jahre Präsident der Schulkommission und ein Jahr Gemeinderat. Jetzt ist es an der Zeit, neuen Kräften Platz zu machen.» Rückblickend auf die 16 Jahre bezeichnet er die Gemeindefusionen mit Aeschlen und vier Jahre später mit Bleiken als Höhepunkte. «Es ist speziell, dass in die Amtszeit eines Gemeindepräsidenten gleich zwei Fusionen fallen.» Auch der Neubau des Sportplatzes Leimen könne als bedeutendes Ereignis in seiner Amtszeit bezeichnet werden.

Erst die FDP hat einen Kandidaten

Bis Ende Jahr ist Vogt noch im Amt. Es würden noch einige Geschäfte anstehen, so die Revision der Ortsplanung und verschiedene Überbauungen. Einige Projekte werde er seinem Nachfolger übergeben müssen. Wer dies sein wird, entscheidet sich am 24. September. Die FDP möchte das Präsidium halten und schickt Stephan Hänsenberger ins Rennen. An der Parteiversammlung letzte Woche wurde er einstimmig nominiert. Noch nicht so weit sind die übrigen Ortsparteien. Eine Kandidatur fürs Präsidium sei möglich, heisst es bei der SVP. Die SP dagegen wird sich «eher nicht» beteiligen. Die EVP erwägt eine Kandidatur wohl nur, sollte sich keine zweite Person aufstellen lassen.
Trotz seines Rücktritts als Gemeindepräsident möchte Hans Rudolf Vogt weiterhin politisch tätig bleiben – wenn auch nicht mehr auf Gemeindeebene. Für den Grossen Rat, dem er seit 2014 angehört, wolle er nächstes Jahr wieder kandidieren.
09.03.2017 :: sbw.
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