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Haarfarbe

Als Gitarrenlehrer an einer Musikschule komme ich, wie die Volksschullehrer, in den Genuss von 13 Wochen Schulferien jährlich. Immer wieder werde ich deshalb von Menschen, die mit vier Wochen Ferien auskommen müssen, abwechslungsweise als Ferientechniker, Faultier, Parasit und arbeitsscheu bezeichnet. Selbstverständlich kann ich diesen Unmut verstehen. Ich aber sage Euch: Diese Ferienflut ist der absolute Horror. Man fällt in ein tiefes Loch. Die totale Sinnlosigkeit beisst einem wie ein Vampir in den Hals. Man glaubt vor Langeweile zu sterben, fühlt sich total unnütz, sinnentleert. Oft ertappt man sich auch beim Betrachten von Todesanzeigen und stellt fest, dass man die Verstorbenen dafür beneidet, dass sie keine Ferien mehr ertragen müssen. 

Um der diesjährigen Herbstferiendepression ein Schnippchen zu schlagen, meldete ich mich frühzeitig für einen dreiwöchigen Intensivkurs auf der hinteren Bärenmatte an. Thema: Die Capillum-Color-Doctrina. Bei dieser uralten Wissenschaft geht es darum, von der Haarfarbe eines Menschen auf seine Wesensart zu schliessen. Damit dieses Wissen nicht nur einem kleinen Kreis von Gelehrten vergönnt ist, habe ich mich dazu entschieden, das Gelernte hier weiterzugeben. 

Wir alle wissen, dass blonde Frauen dumm sind. Die jahrhundertealte Haarfarbenforschung bestätigt dies nicht nur, nein, sie kommt sogar zum Schluss, dass sie saudumm sind. Ganz im Gegensatz zu den blonden Männern: Die sind erstaunlicherweise überdurchschnittlich intelligent, leiden aber oft unter Fussschweiss und üblem Mundgeruch. Als Frau ist man da schon besser mit einem braunhaarigen Mann bedient: Diese riechen in der Regel sehr gut und sind zuvorkommend, neigen aber zu riskanten Tätigkeiten wie Freeclimbing und Motorrad fahren, da sie ihre langweilige, nichtssagende Haarfarbe mit Mutproben kompensieren müssen. Schwarzhaarige Frauen sind zwar intelligent, haben aber oft Haare auf den Zähnen. Wann immer sie sich als Mann eine Rothaarige angeln können, so tun sie dies. Das Gesicht einer rothaarigen Frau ziert zwar oft eine Hakennase, dafür ist sie aber im Bett feurig und ausdauernd. Gerade deshalb sollten sich rothaarige Frauen nie mit schwarzhaarigen Männern paaren, denn diese neigen zu Impotenz.

Mit Abstand am besten schneiden aber grauhaarige Menschen ab, zu denen ich glücklicherweise auch gehöre. Sie sind weise, anständig und zurückhaltend und beschäftigen sich ausschliesslich mit sinnvollen Dingen.

26.10.2017 :: Anton Brüschweiler Gysenstein
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