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Grosse Aufregung in der Budenstadt
Grosse Aufregung in der Budenstadt Langnau:

Heiter und lebhaft startete «Kultur i.ch Langnau» seine November-Auftritte. Nach dem bunten Liederstrauss bot die Theatergruppe des Vereins eine turbulente Komödie.

Den ersten Auftrittsabend eröffnete der Ilfis-Chor mit einem Liederkonzert unter der Leitung von Marianne Jenny. Engagiert und einsatzfreudig traten die Sängerinnen und Sänger zusammen auf und boten dem Publikum ein reiches Liederbouquet. Hits, die von Dominik Kühni ins Berndeutsche übersetzt und arrangiert worden waren, fanden grossen Anklang bei den Zuhörern. Mit Schwung und Elan kamen Lieder, die am Anfang einer Karriere gestanden hatten, zur Aufführung, so etwa «Kinder vom Kolumbus» (Peter Reber) oder Scharlachrot (Patent Ochsner).

Schräg und witzig

Nach kurzen Minuten Dunkelheit befand man sich mit der Theatergruppe mitten auf dem Rummelplatz einer Budenstadt irgendwo in der Schweiz. Geisterbahn, Magenbrot, Popcorn und Ballone wurden angeboten. «D’ Revisorin» von Paul Steinmann und Peter Fischli ist eine Komödie mit schrägen Figuren und witzigen Dialogen. Unter Kurt Brechbühls Regie gaben die Spielerinnen und Spieler ihrem Auftritt viel Budenduft und Würze.

Als die Budenbesitzerinnen erfahren, dass ein Revisor aus Bern auf den Rummelplatz kommen wird, bekommen sie es mit der Angst zu tun. Antonia Wenzel, die Chefin des Platzes, gibt sofort klar und resolut ihre Anweisungen. «Bringet öies Züüg i d Ornig», befiehlt sie, denn es laufen nämlich nicht alle Geschäfte so sauber wie es von aussen scheint. Als plötzlich eine eigenartige Frau auf dem Rummelplatz erscheint, beginnt der Rummel erst recht. Alle haben nur noch Augen für diese Frau und merken gar nicht, was dahintersteckt. Auch die Männer fühlen sich von ihr angezogen. Mit Geschenken und Schmiergeldern wird versucht, die Frau von Schummeleien abzulenken und sich sogar Vorteile zu verschaffen. Die Akteurinnen und Akteure spielen die Komödie mit so viel Kühnheit und Spontanität, dass man als Zuschauer mitlebt und mitlacht. Doch die Sache nimmt abrupt eine Wende, die mitzuverfolgen sich lohnt.

08.11.2018 :: Margrit Kipfer
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