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Gotthelf gab nur seinen Namen
Emmental:

Der Gotthelfverein Trachselwald feiert sein 100-Jahr-Jubiläum. Um Verwechslungen einen Riegel zu schieben, verpasst sich der Verein einen neuen Auftritt.

«Seit der bekannte Gotthelfmärit in Sumiswald stattfindet und das Gotthelfzentrum in Lützelflüh ist, gab es rund um den Gotthelfverein immer wieder Verwechslungen, speziell um den Verwendungszweck der Spenden», steht in einem Bericht zur
100. Hauptversammlung des Gotthelfvereins Trachselwald. Zu seinem 100-jährigen Bestehen hat er sich deshalb einen neuen Auftritt gegeben. Damit will der Verein deutlich zeigen, wo seine Aufgaben sind. Im Schriftzug, «Gotthelfverein Trachselwald, Regionaler Kinder- und Jugendfonds» gab der bekannte Dichter aus Lützelflüh nur seinen Namen. «Die grosse Armut und das Elend Anfang und Mitte des 19. Jahrhunderts bewog Jeremias Gotthelf, alias Pfarrer Albert Bitzius in Lützelflüh, zusammen mit anderen gleichgesinnten Männern ein Heim für verwahrloste Knaben zu eröffnen», steht auf der neu gestalteten Homepage. «Mit Gotthelfs Tod 1854 hatte das Heim sehr viel verloren. Im März 1889 wandelte sich die Aufgabe der Arbeit Trachselwald, (so wurde sie genannt). Hier und dort im Kanton bildeten sich Vereine, welche sich der Pflegekinder besonders annehmen wollten. Es war nur naheliegend, dass die Vereine ihren Namen mit ‹Gotthelfverein› betitelt hatten», heisst es weiter.

Seit 100 Jahren für das Kinderwohl

Der Gotthelfverein Trachselwald wurde am 19. April 1918 gegründet. Getragen wird er von den Kirchgemeindend des ehemaligen Amtsbezirk Trachselwald. Sich um das Wohl der Kinder zu kümmern, ist bis heute seine Aufgabe geblieben. Die finan-ziellen Mittel generiert er aus Spenden, Haussammlungen, Kirchgemeinden- und Kollektengeldern, Legaten, Firmen und Gemeinden. 

An der 100. HV im Gasthof Ochsen Lützelflüh berichtete die Präsidentin Monika Kaderli aus dem Jahresbericht 2017. Aus diesem geht hervor, dass letztes Jahr 25 Kinder einen Zustupf an Ski- und Sommerlager, Zahnarztbesuch, Bahn- und Busbillete, oder das geliebte Hobby erhielten. Sechs Familien wurden über längere Zeit mit 400 Franken im Frühling und Herbst unterstützt, damit für die Kinder nötige Anschaffungen gemacht werden konnten. 

17.05.2018 :: hew.
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