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Fusion wird weiter angestrebt
Schlosswil: Die Stimmberechtigten sprechen sich klar für weitere Fusionsverhandlungen mit Grosshöchstetten aus. Ihnen ist aber auch wichtig, dass der Dorfcharakter erhalten bleibt. 
«Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Wir stimmen heute nicht über die Fusionierung ab», machte Gemeindepräsident Markus Geist deutlich. Es handle sich um einen Grundsatzentscheid, ob die Fusionsverhandlungen mit Grosshöchstetten weitergeführt werden sollen. Mehrere Varianten, wie es mit Schlosswil weitergehen soll, seien geprüft worden. «Der Vergleich zeigt klar die Vorteile einer Fusion.» Durch den Zusammenschluss werde eine finanzielle Verbesserung angestrebt sowie eine Steigerung der Leistungsfähigkeit. Für Schlosswil hätte eine Fusion keine Erhöhung der Steueranlage zur Folge, die aktuell bei 1,79 liegt. «Bei einer fusionierten Gemeinde läge der Steuerfuss ab 2018 voraussichtlich bei 1,62 und 2019 bei 1,72», führte Markus Geist aus.

Schule soll bleiben
Aber eine Gemeinde bestehe nicht nur aus kalten Fakten, sondern auch aus Kultur und Vereinen, die das Dorfleben prägten. Das alles solle erhalten bleiben, versicherte der Gemeindepräsident. Einige Anwesende befürchteten, dass die Zusammenlegung höhere Verwaltungskosten nach sich ziehen werde. Ein Votant äusserte zudem Zweifel daran, dass die Schule erhalten bleibe und die Kinder dann doch in Grosshöchstetten zur Schule gingen. «Solange es genügend Kinder hat, bleibt die Schule. Wenn das nicht mehr der Fall ist, müssen wir eine Lösung finden», entgegnete Markus Geist.
Bei der abschliessenden Abstimmung sprachen sich 78 Personen für die Weiterführung der Verhandlungen aus. 36 waren dagegen und sechs enthielten sich der Stimme.  Insgesamt besuchten demnach 120 Bürgerinnen und Bürger die ausserordentliche Gemeindeversammlung, was knapp einem Viertel der Stimmberechtigten entspricht.  
Spricht sich die Gemeindeversammlung in Grosshöchstetten ebenfalls positiv aus, folgt eine Schluss­abstimmung an der Urne am 24. September und die Fusion wäre per 1. Januar 2018 möglich.
09.03.2017 :: vjo.
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