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Für das ehemalige Lauterburgareal bricht eine neue Epoche an
Für das ehemalige Lauterburgareal bricht eine neue Epoche an Bärau:

Am Dienstag fand der Spatenstich zur Umnutzung des ehemaligen Lauterburgareals statt. Mit dem Bauprojekt will die Stiftung Lebensart in die -Zukunft der Region investieren.

In seiner Begrüssung bezeichnete Stiftungspräsident Walter Grossenbacher den Spatenstich als denkwürdigen Moment. «Damit wird die weitere Entwicklung der Stiftung Lebensart eingeläutet, aber auch die Attraktivität des Ortsteils Bärau und der ganzen Region erhöht.» Wie er weiter ausführte, sei der Grundstein für dieses Projekt bereits mit dem Kauf des Lauterburgareals vor zwölf Jahren gelegt worden. «In der Zwischenzeit sind die Ideen gereift und heute sind wir überzeugt, dass die Zielsetzungen des Umnutzungsprojektes dem Stiftungszweck voll und ganz entsprechen.»

Markthalle und Bistro

In der ersten Etappe soll im südlichen Teil der ehemaligen Webhalle die «Lebensart Markthalle» mit einem integrierten Bistro entstehen. Auf einer Fläche von rund 600 Qua-dratmeter sollen die Erzeugnisse der Stiftung – ergänzt durch Produkte aus dem Volg-Prima-Sortiment – vermarktet werden. Das Angebot reiche dadurch von Lebensmitteln über Schreinereiprodukte bis hin zu Kreationen aus dem Kunstatelier sowie Produkten aus der stiftungseigenen Gärtnerei. Die Markthalle solle dazu beitragen, Menschen mit Beeinträchtigungen zu beschäftigen und zu in-tegrieren und ebendies erlebbar zu machen. Unmittelbar neben dem Verkaufsladen werde ein Bistro mit 40 Sitzplätzen sowie einer Aussenter-rasse entstehen. Damit würden neue Arbeitsplätze mit grosser Attraktivität für die Bewohner geschaffen und das Angebot für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgebaut.

Integration eines Hausarztzentrums

Im prägnanten Gebäude der ehemaligen Zettlerei sollen ein Ärztezentrum, eine Wohnung für begleitetes Wohnen sowie ein Kulturraum untergebracht werden. Dieser soll für Anlässe der Stiftung, aber auch Dritten für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Wie Architekt Bruno Grossenbacher ausführte, sei es eine sehr fordernde Aufgabe, die aus dem Ende des 19. Jahrhunderts stammenden Bauten stilgerecht und den heutigen Standards entsprechend zu sanieren. Und es sei auch äusserst interessant, unter Denkmalschutz stehende Bauten und moderne Neubauten zu einem Gesamten zu verbinden.

Bewohner sind erstrangig

Ebenfalls in der ersten Bauetappe soll die betriebseigene Gärtnerei, welche nebst der Produktion von Blumen und Pflanzen auch einen wichtigen Teil zur Beschäftigung der Bewohner beitrage, einen Neubau unmittelbar neben der künftigen Markthalle erhalten. Gleichzeitig sei auch geplant, so Geschäftsführer Markus Hobi, den Landwirtschaftsbetrieb von Milch- auf Mutterkuhhaltung umzustellen, um die Klienten besser in den landwirtschaftlichen Arbeitsalltag einbeziehen zu können. Hobi bezeichnete den Spatenstich und damit den offiziellen Baubeginn als Freudentag. Und er verwies auch bereits auf die zweite Bauetappe, die den Bau von vier Wohnblöcken mit 59 Wohnungen, die für junge Familien bis hin zu betagten Menschen ein Zuhause bieten werden. Die Stiftung Lebensart sei überzeugt, mit der Durchmischung von Wohnangeboten für Menschen jeden Alters, eine lebendige Wohnform und damit soziokulturelle Mehrwerte zu schaffen. 

07.06.2018 :: Max Sterchi
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