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Finanziell stabil für höhere Aufgaben
Langnau:

Die Rechnung 2016 schliesst mit einem Plus von 1,5 Millionen Franken ab. Dies dank überdurchschnittlich hoher Steuererträge bei den juristischen Personen. 



Letztmals präsentierte Bernhard Antener – gemeinsam mit Gemeinderat Johann Sommer sowie Finanzverwalter Hans Rudolf Hess – die Rechnung des vergangenen Jahres. Es dürfte an der wehmütigen Stimmung gelegen haben, dass der scheidende Gemeindepräsident eine alte, für beendet gehaltene Tradition wiederbelebte: Er erläuterte die Rechnung 2016 anhand einer Bergwanderung. Wobei «Bergwanderung» nicht ganz passend scheint. «Hochtour» triffts eher. «Wir sind im Basislager», begann Antener. «Zwischen uns und dem Gipfel liegen das Biwak 1 und das Biwak 2.» Der Gipfel, das ist die Sporthalle Oberfeld. Um dieses Ziel anpeilen zu können, muss der Abschluss 2016 gut sein (Biwak 1). Und dann muss aus dem Budget 2018 ersichtlich sein, dass die kurzfristigen finanziellen Aussichten für die Gemeinde Langnau stabil sind wie ein Hoch über der Biskaya (Biwak 2). Bernhard Antener hielt an der Pressekonferenz vom Montag bereits einleitend fest, dass man sich Richtung Biwak 1 aufmachen könne, das Ergebnis der Rechnung 2016 sei positiv. 

Mehr Einnahmen verbucht

Konkret weist der allgemeine Haushalt ein Plus von gut 700’000 Franken aus. Hinzu kommt die finanzpolitische Reserve von knapp 800’000 Franken, was das Ergebnis 2016 auf 1,5 Millionen anwachsen lässt. Budgetiert war eine etwa ausgeglichene Rechnung. Während die Ausgaben mehr oder minder wie erwartet ausfielen, konnte die Gemeinde Langnau Mehreinnahmen verbuchen. Der Steuerertrag der natürlichen Personen liegt mit 15,9 Millionen Franken höher als 2015 und auch höher als im «Superjahr» 2011, wobei damals noch die tiefere Steueranlage von 1,82 Einheiten gegolten hat. «Bei den Steuern macht sich auch das Bevölkerungswachstum bemerkbar», meinte Antener. Aktuell zähle die Gemeinde Langnau 9877 Einwohnerinnen und Einwohner.

«Klar überdurchschnittlich sind die Gewinnsteuern juristischer Personen ausgefallen», hielt Gemeinderat Johann Sommer fest. Hier konnte die Gemeinde 2,1 Millionen Franken verbuchen; im Budget waren 1,3 Millionen eingeplant. «Einen so hohen Betrag wird es bei diesem Posten wohl kaum wieder geben», meinte Sommer. 

Steuersenkung kein Thema

Trotz des positiven Abschlusses 2016 ist auch für Johann Sommer, dessen Partei FDP regelmässig ob der hohen Steuerbelastung stöhnt, eine Senkung der Steueranlage von 1,94 Einheiten derzeit kein Thema. «Kurzfristig ist keine Steuersenkung möglich», meinte Sommer, während er vor dem geistigen Auge wohl Richtung Biwak 2 blickte. 

Für die Sporthalle Oberfeld wird nun die Detailplanung ausgelöst. «Im Herbst wollen wir das Baugesuch einreichen», nannte Bernhard Antener die nächsten Schritte. Dann wird auch das Budget 2018 vorliegen und damit der Entscheid, ob der Gipfel angepeilt wird oder nicht. 

 

13.04.2017 :: Bruno Zürcher
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