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Finanzen noch knapp tragbar
Linden:

Ab 2018 gibt es keine ständigen Kommissionen mehr, wie an der Gemeindeversammlung entschieden wurde. Sorge bereitet dem Gemeinderat die finanzielle Situation.

Die Neuntklässler aus Linden konnten sich im Rahmen ihres Staatskundeunterrichts einen Einblick in die Gemeindepolitik verschaffen. Begleitet durch Lehrer Bruno Wittwer verfolgten sie aufmerksam die verschiedenen Traktanden. 

Die 45 anwesenden Stimmberechtigten hoben ohne Gegenstimme die zwei letzten ständigen Kommissio-nen auf. Gemeindepräsident Thomas Baumann erläuterte, viele Aufgaben könnten direkt vom Gemeinderat übernommen werden, man spare dabei mit dem kleineren Sitzungsaufwand auch Sitzungsgelder.

Prekäre Finanzaussichten

Die abtretende Gemeinderätin Sandra Walker präsentierte Finanzplan und Budget. Als «noch knapp tragbar» bezeichnete sie den Finanzplan. Sorgen bereiten dem Gemeinderat, dass die zu erwartenden Rechnungsergebnisse durchwegs negativ ausfallen. 

Im Investitionsprogramm sind Investitionen zulasten des allgemeinen Haushaltes in der Höhe von 1,44 Millionen Franken vorgesehen. Das führe dazu, dass ohne Sparmassnahmen oder zusätzliche Einnahmen der Bilanzüberschuss (vorher Eigenkapital) in den nächsten Jahren schwinde.

Das Budget 2018 geht von einem Gesamtaufwand von 5,03 Millionen und einem Gesamtertrag von 4,81 Millionen Franken aus. Gründe für das Minus von 213’000 Franken seien laut Walker vor allem höhere Abgaben in den Lastenausgleich, mehr Abschreibungskosten infolge getätig-ter Investitionen, tiefer angesetzte Steuereinnahmen, erhöhter baulicher Unterhalt oder in der Investitionsrechnung der Kauf des Gemeindeplatzes und die Sanierung der Hinterchnubelstrasse. Das Budget 2018 mit einer Steueranlage von 1,9 wurde einstimmig angenommen.

Ebenfalls unbestritten war die Integration der Wasserversorgung der Brunnengenossenschaft Jassbach in die Wasserversorgung der Gemeinde Linden. Gemeinderat Beat Engel erläuterte die Vorteile einer Wasserversorgung, die gemeinsam geplant, gesteuert und unterhalten werde. Mit der Übernahme durch die Gemeinde könnten zudem kantonale Beiträge beantragt werden, was der Brunnengemeinschaft nicht möglich war. Nachdem diese dem Übernahmevertrag am 13. November bereits zugestimmt hatte, folgte nun an der Gemeindeversammlung das Ja der Stimmberechtigten.

Neuer Gemeinderat gewählt

Anschliessend folgte die Gesamterneuerungswahl des Gemeinderates und die Wahl des Gemeinde- und Vizegemeindepräsidenten. Thomas Baumann und Beat Engel wurden, da es keine weiteren Wahlvorschläge gab, als Präsident beziehungsweise Vizepräsident in ihrem jeweiligen Amt bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden die Gemeinderatsmitglieder Christian Blum, Bruno Grossglauser, Michael Müller und Franziska Zurbrügg. Für die abtretende Gemeinderätin Sandra Walker wurde der vom Gemeinderat vorgeschlagene Thomas Ramseier, Linden, gewählt. 

07.12.2017 :: skw.
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