Anmelden
Falschen Anreiz eliminieren
Kanton Luzern:

Elternteile, die Anrecht auf Alimentenbevorschussung für ihre Kinder haben, sollen neu ein höheres Arbeitspensum wählen können, ohne finanzielle Nachteile zu erleiden.

Kommen Elternteile ihrer Unterhaltspflicht nicht, nur teilweise oder nicht rechtzeitig nach, bevorschusst die Wohngemeinde des Kindes die festgelegten Unterhaltsbeiträge. Bislang erhalten erwerbstätige Elternteile eine Alimentenbevorschussung für ihre Kinder nur bis zur Einkommensgrenze (Alleinerziehende mit einem Kind: 43’000 Franken). Wird diese überschritten, entfällt der Anspruch vollständig.

Neu soll im Kanton Luzern eine Teilbevorschussung von ausstehenden Kinderunterhaltsbeiträgen eingeführt werden. Dies ermöglicht es Elternteilen, auch höhere Arbeitspensen zu wählen, ohne dass es deswegen zu finanziellen Nachteilen kommt. Das heisst: Die Bevorschussung von ausstehenden Kinderalimenten entfällt ab der bestehenden Einkommensgrenze nicht mehr vollständig, sondern wird in Abhängigkeit zum zusätzlich generierten Einkommen reduziert. «Die Gesetzesrevision löst den Grundsatz – Arbeit muss sich lohnen – ein», sagt Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf. 

Es sind vor allem teilzeiterwerbstätige Alleinerziehende, die von der Teilbevorschussung profitieren werden. Die Alimentenbevorschussung ist eine kommunale Aufgabe. Es ist mit einem geschätzten finanziellen Mehraufwand von total rund 400’000 bis 500’000 Franken pro Jahr zu rechnen. «Dabei ist zu beachten, dass der durch die Teilbevorschussung verbesserte Erwerbsanreiz bei den Gemeinden zu höheren Steuereinnahmen führen wird und mit tieferen Kosten für Sozialleistungen zu rechnen ist», steht in der Medienmitteilung weiter. 

10.01.2019 :: pd.
Meistgelesene Artikel
Kolumne - Anton Brüschweiler: Letzten Donnerstag war ich mit meinem Gitarrenduo am 60. Geburtstag von Wernu engagiert. Wir...
Flüssige Übergänge zwischen den  Songs sind DJ Made My Day wichtig
Schüpfheim: Vor drei Jahren hat Cedric Steffen einen DJ-Wettbewerb gewonnen. Seitdem wird er für Partys...
Die Einen fühlen sich mächtig dank ihrer Position. Andere haben moralische...
Gotthelf Zentrum auf dem langen  Weg zu den Kulturgeldern
Emmental: Das Gotthelf Zentrum und das Gertsch Museum wollen es auf die Liste der regional bedeutenden...
Die lebendige Tradition der «Härpfli»
Zollbrück:   Aus dem Dorn- röschenschlaf erwachte ein besonderes Örgeli-Treffen im...
Wochen-Zeitung
Brennerstrasse 7
3550 Langnau i. E.
Tel. 034 409 40 01
Fax 034 409 40 09
info@wochen-zeitung.ch
Redaktion: 034 409 40 05
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07:30 - 12:00 Uhr
13:30 - 17:00 Uhr