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EVP und BDP wollen Gemeindepräsidium
Langnau:

Nebst Walter Sutter, SVP, und Niklaus Müller von der SP wollen auch Thomas Gerber, BDP, sowie Christoph Utiger, EVP, Gemeindepräsident werden. FDP und GLP ihrerseits verzichten.


Eigentlich hätte er erwartet, dass die anderen Mitteparteien einen Kandidaten anmelden würden, meinte Christoph Utiger an der Hauptversammlung der EVP Langnau. Doch im Gespräch mit deren Präsidenten habe sich herausgestellt, dass von dort kein Kandidat zu erwarten sei, informierte Kurt Herren, Präsident der EVP. «Jetzt erst recht», habe sich darum die EVP gesagt und ein überparteiliches Komitee gegründet. Auf der Liste des Unterstützungskomitees stünden bereits 50 Namen. Utiger gehört seit Januar 2006 dem Grossen Gemeinderat an. 

Dass die BDP nun unmittelbar nach der EVP-Nomination doch noch einen Kandidaten stelle, habe ihn überracht, sagt Christoph Utiger. «Das ist ihr Recht, bezüglich Kommunikation uns gegenüber kommt sie leider etwas spät.» Die EVP werde nun den eingeschlagenen Weg weitergehen.

Kurzfristiger Entscheid

«Die Kandidatur von Gemeinderat Thomas Gerber steht noch nicht lange fest», sagt BDP-Präsident Hans-
ueli Hofmann. Jedoch habe die EVP schon länger signalisiert, dass sie an ihrer Kandidatur selbst dann festhalten würde, wenn noch ein weiterer Name ins Spiel komme. Wie die Präsidenten der Mitteparteien bestätigen, hätten sie geprüft, ob sie sich auf eine gemeinsame Kandidatur einigen könnten. «Dabei standen andere Personen im Vordergrund als die nun Nominierten», sagt Hofmann. 

Klar ist sowohl für die FDP als auch für die GLP, dass sie nicht selber das Gemeindepräsidium anstreben werden. Welche Kandidatur sie unterstützen würden, sei noch unklar. «Bei dieser Wahl geht es mehr um die Person als um die Partei. Wir möchten in einer Art Hearing herausfinden, wer unsere Anliegen am besten unterstützt», sagt GLP-Präsident Michael Moser. FDP-Präsident Toni Rösli: «Wen wir unterstützen werden, wird sicher auch davon abhängen, mit welcher Partei wir auf die Wahlen hin am besten zusammenarbeiten können – beispielsweise bezüglich Listenverbindung.»



16.03.2017 :: kmb./jhk.
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