Anmelden
Es Treichgäut wärt oder es Himurych
Es Treichgäut wärt oder es Himurych Ört u Näme:

Im letschte Bytrag hani unger angerem übere Ort «Roossi» z Hütlige gschribe. Drby isch mir im Waud grad hinger dranne e angere, intressante Ortsname ufgfaue: «Treichgäut». Das Gebiet, wo eso heisst, isch ufere Aahöchi obe u wird scho imene aute Verzeichnis aus «magerer Wald» bezeichnet – äbe, dä isch nume es Treichgäut wärt gsy. Mi hets zwar no erstuunt, dass grad dä Waud, wo nid sehr stotzig u mit Wäge erschlosse isch, eso isch benamset worde. Dr Waud chly wyter hinger, wo de scho uf Oberdiessbacher Bode isch, isch de viu, viu stotziger. 

Ganz angersch tönt hingäge d Bezeichnig «Rychmatt» – i weiss zwar nid, wie tüür die Matte im Trueb isch bewährtet worde. Uf au Fäu isch die Matte im Trueber Urbar usem Jahr 1531 notiert. Das isch quasi ds Grundbuech gsy u isch o bruucht worde, für d Höchi vo de Abgabe z berächne. D «Rychmatt» isch aber nume aus Abgränzig erwähnt: «byss an die Richen mattan». 

Dä Ytrag zeigt o grad, dass die Bezeichnig äue nüt mit «rych» im Sinn vo «viu Wärt» z tüe het, sondern ender mitem authochdütsche Vorname «Richo».
«Richen» isch nämlech d Genitivform vo däm. Grad es paar Mau erwähnt i historische Dokumänt isch «Richen Arni» oder «Richenarni», wo äbefaus uf dä mittuauterlech Vorname zrügg geit. Gmeint mit dere Bezeichnig isch ds Dorf Arni, wo e Zyt lang eso isch benamset worde. Die Bezeichnig toucht zersch Mau imene Dokumänt von 1408 uf: «zem Richen Arni 3½ m dinkeln»; ufere Charte usem Jahr 1577 steit «Arne pagus parvus, qui etiam dicitur Richenarne» u i de Amtsrächnige vo 1692 steit «Rychen-Arni» – speter isch die Ortsbezeichnig wieder verschwunde. 

Mit em Wort «rych» cha natürlech o es Herrschaftsgebiet gmeint sy. Chly südlech vo Äschlismatt gits ds «Öschtrichli» u das isch äue e Scherzname, wone Zämehang mit Öschtrych het. No chly erhabener tönt «Himurych». Das isch für d Gmein
Bowiu überliferet – i weiss auerdings nid, wo dass me das Himurych fingt. 

Übrigens: E Ortsname mit «rych», wo «Rychtum», «wärtvou» meint, hani im Gebiet vor Wuche-Zytig kene gfunge. 

04.01.2019 :: Bruno Zürcher
Meistgelesene Artikel
Kolumne - Anton Brüschweiler: Letzten Donnerstag war ich mit meinem Gitarrenduo am 60. Geburtstag von Wernu engagiert. Wir...
Flüssige Übergänge zwischen den  Songs sind DJ Made My Day wichtig
Schüpfheim: Vor drei Jahren hat Cedric Steffen einen DJ-Wettbewerb gewonnen. Seitdem wird er für Partys...
Die Einen fühlen sich mächtig dank ihrer Position. Andere haben moralische...
Gotthelf Zentrum auf dem langen  Weg zu den Kulturgeldern
Emmental: Das Gotthelf Zentrum und das Gertsch Museum wollen es auf die Liste der regional bedeutenden...
Skifahren – trotz Rollstuhl
Monoskibob: «Alles Fahrt Schii» lockte am Samstag viele Familien nach Sörenberg. Am Stand von...
Wochen-Zeitung
Brennerstrasse 7
3550 Langnau i. E.
Tel. 034 409 40 01
Fax 034 409 40 09
info@wochen-zeitung.ch
Redaktion: 034 409 40 05
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07:30 - 12:00 Uhr
13:30 - 17:00 Uhr